Zum Inhalt springen

SpaceX, Starlink und dual use

Im Zuge des Börsengangs eines kleinen Teils von SpaceX möchte ich nochmal eine Theorie zu Starlink erwähnen, die in manchen Kreisen verbreitet wird. Starlink, das sind ca. 8000 aktive Kleinst-Satelliten mit einem Gewicht von ca. 250kg pro Stück, einer Lebensdauer von maximal 5 Jahren (danach werden sie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu ca. 30kg Nanoteilen verglühen)

Die Satelliten sind nicht geostationär, wie frühere TV und Telekommunikationssatelliten wie Astra, Eutelsat und co., sondern sind auf einer viel näheren Erdumlaufbahn, deshalb ist auch die Latenz besser.

Neben dem beworbenen Internet-Zugang sind aber die neueren Satelliten auch für Mobilfunk vorbereitet. Zwar senden und empfangen sie nicht auf den üblichen Mobilfunkfrequenzbändern, aber neuere Smartphones könnten diese neuen Frequenzen unterstützen.

Viele vermuten aber auch, dass einige dieser Satelliten auch bisher unbekannte Funktionen für die US-Nachrichtendienste implementiert haben, also bspw. Infrarot-Scanning, Breitband-Frequenzmitschnitt, visuelle Aufklärungseinrichtungen (Kamera), noch genauere Positionierungsdienste als GPS etc. um so bestimmte Regionen engmaschig zu überwachen oder zu versorgen.

Da vermutlich diese Technik nicht auf allen 10.000+ gestarteten und ca. 8000 aktiven Satelliten vorhanden ist, wird es (noch) nicht möglich sein, eine dauerhafte Echtzeitübertragung von gewünschten Regionen im Starlink-Gebiet zu realisieren, sicherlich wird man aber Umlaufbahnen so optimieren können, dass Krisengebiete oder anderweitig „interessante“ Regionen eine besser Abdeckung erhalten.

Ein Nadelöhr traditioneller Spionage-Satelliten war immer die Bodenkommunikation und die Energieversorgung bzw. Antriebsleistung um einen Orbit zu halten. Durch kostengünstige. Wegwerfsatelliten und der Relay-Funktion innerhalb des Netzes, sind hohe Bandbreiten kein Problem mehr theoretisch reicht eine involvierte Bodenstation aus.

Prinzipiell eignen sich alle so aufgebauten Konstellationen auch dazu, „geheime“ Zweitnutzungsmöglichkeiten zu realisieren. Egal ob aus China, Europa oder einem zweiten Netz von Amazon/Blue Origin.

Sieht man die Kriegsführung im Ukraine-Krieg, insbesondere der UAVs, dann werden Satelliten-gesteuerte Einheiten immer wichtiger. Die Sauerei mit abgewickelten Glasfaserkabeln ist auf ca. 50km entfernt. LTE bzw 5G over StarLink könnte ausreichend Bandbreite für die Fernsteuerung liefern und gleichzeitig vermeiden, ganze Stralink-Terminals mitzuführen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu