Zum Inhalt springen

Ragebait wird uns alle umbringen!

Wir alle wissen mittlerweile, dass sich Empörung und negative Emotionen viel besser verkaufen lassen, als objektive und sachliche Beiträge. Wird ein Beitrag (egal in welchem Medium) stark einseitig-polarisierend verfasst, erzeugt er idealerweise eine hohe Interaktionsrate. Leute sind wütend, motzen oder kritisieren den Beitrag. Die Interaktionen sorgen dafür, dass Algorithmen der Plattformen diesen Beitrag noch weiter ausspielen, also auch Nichtabonnenten. Je größer die Interaktion, desto größer die algorithmische Reichweite und letztlich die Einnahmen aus Werbung, alternativ ein KPI-Wert zur Legitimation der Tätigkeit (ÖRR).

Das Problem an der Sache: Die Lebenszeit ist beschränkt und irgendwann stumpfen wir alle ab. Nur wenige Menschen sind noch kognitiv in der Lage, komplexe Details zu verstehen und verbreiten dann „gefühlte“ Fakten, die aus einer Überschrift interpoliert werden.

Ausgerechnet ehemals renommierte Medien wie Spiegel oder auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk haben sich dazu entschlossen, mit denselben unsauberen Methoden zu arbeiten, wie fragwürdige Manipulateure seit 15 Jahren auf Twitter, Facebook und TikTok.

Hier ein Beispiel mit einem einordnenden User-Kommentar, natürlich weit hinten/unten und nicht angepinnt.

Ein Großteil wird hier negative Emotionen gegen „Patagonia“ entwickeln, viele reaktionär-rechtsradikale werden Schadenfreude verbreiten (Klima, Dragqueen). Nur ein geringer Teil wird sich mit der Faktenlagen auseinandersetzen.

Ein ähnliches Beispiel ereilte die Münchner Bäckerei „Hofpfisterei“, die den Markenschutz für eine Brotsorte seit Jahrzehnten (1977-) besitzt. Zur Wahrung der Markenrechte müssen unlautere Nutzungen verfolgt werden. Natürlich ist der unternehmerische Schaden nicht vorhanden, wenn irgendein Bäcker am Ende des Bundeslandes auch eine „Sonne“ im Angebot hat, aber das verletzt den Markenschutz.

Sofort wurde medial emotionalisiert, eine Bösartigkeit unterstellt und mit Boykott gedroht.

Wer sich mit dem Unternehmenshistorie beschäftigten würde, weiß, dass hier der falsche angegriffen wird. Egal ob Hofpfisterei, Patagonia, oder Disney (Kimmel-Absetzung durch lokale Unternehmen, die NICHT zu Disney gehörten), der Shitstorm traf immer die Falschen. Immer Unternehmen, die im Kern vorbildlich agieren, oder zumindest „im Rahmen der Umstände“ nicht eingeknickt sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu