Das Sporthighlight des Sommers, die Tour de France, ist mit dem tragischen Sturz von Jonas Vingegaard leider noch etwas langweiliger geworden, Tadej Pogačar ist einfach zu stark. Heute fand ein Einzelzeitfahren von Evian-de-Bas aus statt, dem Dorf an der südlichen Küste des Genfersees, aus dem das bekannte Supermarktwasser stammt (oder vom Dorf daneben):

Da es sportlich eher langweilig war, eine kleine Geschichte zum Ort und der Bahnlinie. Zwar gibt es von der SNCF betrieben mittlerweile einen Regionalverkehr nach Genf (im Westen), doch die Strecke nach Saint-Gingolph im West, dem Grenzort, ist seit 1988 stillgelegt und mittlerweile abgebaut. Die Trasse ist allerdings noch erhalten. Seit einigen Jahren gibt es immer wieder Bestrebungen, die Strecke wieder aufzubauen (Als Tonkin-Linie oder Ligne du Tonkin bekannt), denn von der Schweizer Seite her ist sie noch vollständig in Betrieb und böte unter anderem eine direkte Anbindung nach Vionnaz, welches sich 1.3km Luftlinie neben dem Sportzentrum der UCI, dem Weltradsportverband, befindet. Der hat seinen Sitz in Aigle, dem Nachbardorf von Vionnaz.

(Quelle: OpenStreetMap)

(Quelle: OpenRailwayMap)
Den aktuellsten mir bekannte Radio/Podcast-Bericht über einen Wiederaufbau finde ich beim SRF im Jahr 2024, ab Minute 8:25