Über die gesundheitsschädlichen Wirkungen von Alkohol ist längst alles bekannt, auch das Abhängigkeitspotenzial und die Gewaltexzesse unter Alkoholeinfluss. Dass die Bahn nun einen harten Kurs fährt, ist richtig, aber ein Großteil der sogenannten „Gastronomiebetriebe“ in den noch bewirtschafteten Bahnhofsgebäuden der Bahn leben davon, ihre Abhängigen zu beliefern. Fastfood-Ketten sorgen auch dafür, dass der Müll dann in anderen Teilen des Bahnhofes oder dem Wagenmaterial abgelegt wird und eine Reinigung erfordert.
Im Zuge der „Airline-isierung“ der Bahn wurden Sitzmöglichkeiten abgebaut um die Leute in großen Bahnhöfen wie z.B. in München in die Gastronomie zu treiben. Später hat man mit der DB Lounge dann zwar etwas korrigiert, aber die allermeisten Kunden müssen auf diesen Service verzichten.
Also wurde Take Away gekauft und im Zug oder auf dem Bahnsteig konsumiert. Wenn jetzt Alkohol wegfällt, dann dürften die Mieter die teuren Mieten im Bahnhof dies zu spüren bekommen.
Wie gesagt, das Verbot ist vollkommen richtig, aber es fehlt eine Strategie, wie man noch bewirtschaftete Bahnhöfe wieder sicher und einladend macht, ohne sie zu „Einkaufsbahnhöfen“ oder Abzocktempeln umzubauen.
Für München ist das aber komplett egal, die verbleibende Ruine und Baustelle ist längst auf Stuttgarter Niveau angelangt. Zu Frankfurt am Main fehlt noch die offene Nadelszene.