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Reduktion des Stromverbrauches (Teil 1) [updated)

Update vom 4.1.2019:

Erste Messungen blieben unauffällig: Ein Denon AVR (Media-Receiver/Verstärker) verbaucht “ausgeschaltet” bei aktivem WLAN 2W, Sonoff Switches und Philips Glühbirnen ausgeschaltet unter 1W. Hingegen verbrät mein Miele Staubsauger im Standby (dh man kann ihn über einen Funkschalter am Griff anschalten) satte 8W. Hier verbrenne ich immerhin 20€ pro Jahr ungenutzt. Wird abgestellt.

Blogpost vom 21.12.2018:

Nun hat man als Nerd leider viel zu viele schöne Dinge zuhause am Strom, im Ethernet und im WiFi-Netz hängen, doch die Stromrechnung am Jahresende holt einen dann immer auf den Boden zurück. Strom ist in Deutschland ziemlich teuer und der ganze “smart”-Trend sorgt für eine immer höhere Grundlast.

Rechnen wir mal:

Energiekosten in Euro = ((Watt * 24 Stunden * 365 Tage) /1000) * Strompreis pro kWh

Also:

1 Watt = 8760 Wattstunden oder 8,76 Kilowattstunden (kWh).

Mein aktueller Stromtarif in München:

Leider verbrate ich pro Jahr fast 2000 kWh, legt man den Grundpreis auch noch um, erhält man einen Kilowattstundenpreis von um 30,50 ct/kWh (brutto). Eine kontinuierliche Last von einem Watt kostet mich also ca. 2,70€ pro Jahr.

Ich werde nun im Laufe der nächsten Wochen mal alle Verbraucher durchmessen, aber alleine schon ein laufender RaspberryPi 3B soll 4 Watt an Leistung konsumieren, was also schon 11€ reine Betriebskosten pro Jahr ausmacht (4 * 8,76 * 0,3050€) , bei einem Anschaffungspreis von gerade mal 30€.

Somit kostet alleine der Stromverbrauch ab dem vollendete dritten Jahr bereits mehr, als das Gerät!

Gerade bei kleinen Verbrauchern sind die Netzteile meinst von geringer Effizienz und verstärken das Problem: Sie “skalieren” nach unten nicht ausreichend, d.h. selbst bei in den Schlafzustand geschickte Verbraucher sinkt der Verbrauch nicht unter einen gewissen Wert und wird als Wärmeverlust des Netzteils an die Luft abgegeben. Wahrscheinlich wäre es günstiger, sich ein großes effizientes 5-12-24V-Netzteil anzuschaffen und damit dann alle möglichen Kleinverbraucher wie Router, Switches, Zigbee-Gateways etc zu betreiben – allerdings nicht besonders praktikabel in einer Wohnung mit verteilten Geräten.

Eine selektive Abschaltung von Verbrauchern über smarte Steckdosen hängt auch sehr von der Firmware bzw. Konfiguration ab. Die Sonoff-Switche haben z.B. ein Polling-Interverall definiert, d.h. die CPU schläft ein paar Mikrosekunden, wacht dann kurz auf und verarbeitet eventuelle Schaltvorgänge und legt sich dann wieder schlafen. Bei der frei verfügbaren Firmware namens Tasmota lässt sich das Intervall konfigurieren und angeblich durch eine höhere Schaltlatenz ein deutlich geringerer Stromverbrauch realisieren.

Nun, es hilft alles nichts. Es müssen Zahlen her. Bis es soweit ist, liefert dieses ComputerClub2-Video sachkundige Hinweise und Ratschläge:

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2 Kommentare

  1. Cactus Cactus

    Seht interessant gibt es Geräte die man zur Strom Messung empfehlen kann? Mich würde mal interessieren ob von Brennstuhl meine Mehrfachstecker im Auszustand wirklich kein Strom zieht. Und wieviel unser alter Kühlschrank verbraucht ob es doch sinnvoll ist einen neuen zu kaufen. Leider gehört er zu denen die unzerstörbar sind.

  2. Roland Roland

    Ich habe auf YouTube mal Stiftung Warentest angefragt, die hatten vor einigen Jahren einen Vergleich diverser Stromverbrauchsmessgeräte und teilweise stark unterschiedliche Messgenauigkeiten. Allerdings zuletzt 2009 getestet.

    Bei Amazon gibt es im Bereich von 15-20€ einige Geräte mit angeblich guter Leistung. Letztlich geht es ja auch nicht um 1-2 Watt Differenz, sondern entweder um eine 24h-Betrachtung (bspw. Kühlschrank) oder krasse Standby-Verbrecher (die es eigentlich nicht mehr geben sollte).

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