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Die Irrationalität des Menschen

Als Kind der „Star Trek – The Next Generation“-Zeit erinnere ich mich insbesondere an die Episoden mit „Q“, eine humanoide Person mit gottesähnlichen Fähigkeiten, die Cpt. Picard wiederholt die Schwäche der Menschheit vor Augen führte.

Nun bietet die reale Geschichte leider ausreichend Gründe, die dafür sprechen, dass „Menschlichkeit“ keine allzu nachhaltige Tugend ist und die Menschheit regelmäßig dazu neigt, bestialische Verbrechen an sich selbst zu verüben.

Statt dass die Lebensqualität der Menschen verbessert würde und man einen Ausgleich für zwangsläufig durch unterschiedliche Ressourcenverteilung auftretende Ungerechtigkeiten schaffen könnte, wurde oder wird jede neue Technologie irgendwann dazu Missbraucht werden um kriegerische und rassistische Verbrechen durchzuführen.

Danach sind Millionen Menschen tot und die verbleibende, überlebende Menschheit ist entrüstet und bestürzt, kann es nicht wahrhaben, will alles dafür tun um solche „Unglücke“ zukünftig zu verhindern. Wie konnte das nur passieren? Nie wieder!

Aber spätestens mit dem Versterben der letzten Zeitzeugen beginnt die Erinnerung zu verblassen und so beginnt das Unheil von vorne.

Das Verhaltensmuster scheint immer ähnlich auszusehen: Zuerst wird das alte Verbrechen in Frage gestellt der pauschal geleugnet, dann wird eine eigene Opferrolle konstruiert, die „moralischen Spielraum“ bereitstellen soll, um selbst ein neues Verbrechen zu verüben. Man täte ja nur das notwendige um selbst zu überleben! Eigentlich haben die anderen die Schuld! Wir wollen nur das, was uns zusteht, nämlich $alles! Endlich das Problem lösen!

So passieren Völkermorde.

Und diese hässliche Methodik kann man schon viel früher und in ganz anderen Situationen beobachten: Vom Mobbing und Ausgrenzen in der Schule, über „Die Welle“ oder den Neo-Nationalisten namens AfD. Selbst wenn alle rationalen Fakten dagegen sprechen, wird eine Lüge lange genug wiederholt, bis ausreichend Menschen daran glauben, dass Asylsuchende oder auch Wirtschaftsflüchtlinge signifikant das Land und die Leute bei uns gefährden würden.

Verlustängste und allgemeine Unzufriedenheit ermuntert Menschen endlich „auf den Pitz zu hauen“ und ihren Unmut zu äussern, statt produktiv die Situation zu verbessern. Und so sinken die Hürden weiter und so wird eben dankbar ein schwaches Opfer gesucht – und meistens gefunden.

Jetzt gibt es jenseits des Rationalen auch eine esoterische Welt voller Unfug, der auf den ersten Blick jedoch höchstens zur Selbstschädigung taugt (Homöopathie, Demeter, Steiner usw.) und deshalb oft nur belächelt wird – doch auch hier befinden sich Vorurteile gegen einzelne Menschengruppen tief in der „Philosophie“ verankert: Selbst wenn also der einzelne Mensch persönlich an Bullshit glaubt, so muss dann trotzdem ein anderer Mensch schlecht und schuldhaft sein – spätestens, wenn die Globuli den Krebs nicht heilen wollen…

Verrückt.

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