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M-net vor dem Untergang?

Meine wiederholt geäusserte Kritik an M-net, den SWM und der SPD-Oberbürgermeister Münchens, wird immer aktueller. Wohl wegen Missmanagements hat sich bei M-Net ein Fehlbetrag von 100 Millionen € gesammelt und jetzt müssen die kommunalen Gesellschafter (die über ihre kommunalen Stadtwerke indirekt Gesellschafter von M-Net sind) schnell frisches Steuergeld nachschiessen um den Untergang noch abzuwenden oder hinauszuzögern.

Das kommt davon, wenn man meint, mit Steuermitteln und von Behörden heraus abseits „relativ direkter“ demokratischer Legitimation des Stadthaushaltes eine Schattenwirtschaft an den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmer vorbei aufzubauen. Bis heute haben die SWM Milliarden ihrer Strom/Wasser/Gas-Gewinne in Glasfaser-Kabel und anderer „der Allgemeinheit nützlicher Aktivitäten“ verbrannt statt an den Stadthaushalt abzuführen – und ohne damit signifikante Anzahl von Glasfaseranschlüssen zu realisieren. Die Milliarden sind also weder bei den Bürgern noch bei lokalen Unternehmern angekommen, es gibt keinerlei technologische Standortvorteile durch M-net, mittlerweile gibt es dutzende Gemeinden und Städte mit besseren Telekommunikationsangeboten auf LWL-Basis als in München.

Angebote von Vodafone und Telekom sind mittlerweile teilweise schneller und deutlich günstiger. Die Milliardeninvestitionen alleine in München sind verloren. Und dabei bleibt es jetzt nicht.

Wie oft lassen sich Bürger noch verarschen mit dem Versprechen, ein Staat (oder die Stadt) handle wirtschaftlich besser beim Aufbau moderner Infrastruktur? MVG Rad, IsarTiger, das proprietäre LoRaWAN-Netz… es geht immer weiter und wird immer mehr Geld fressen und schlechtere Ergebnisse bringen, als marktwirtschaftlich tätige, nachhaltig profitabel operierende Unternehmen.

Super.

Die Abendzeitung berichtet über weitere Details.

PS: Ich war um 2010 zwei Jahre lang (Mindestlaufzeit) Kunde bei M-Net und davon eine ganze Woche komplett offline (Telefonie und Internet) — wegen eines Firmwareproblems seitens M-Net. Es gab keine Kulanz und keine Entschuldigung. Weiterhin werde ich jährlich von M-Net Hausierern belästigt, die mir noch immer „Glasfaser“ verkaufen wollen, obwohl nur VDSL realisiert wird. Auch eine Anfrage für einen gewerblichen LWL-Anschluss wurde mit absurd hohen Preisen „abgewimmelt“. Mein Homeoffice liegt exakt ein Stockwerk über dem Übergaberaum, bei der die SWM-Glasfasern ins Haus gelangen und M-net seinen VDSL-Endpunkt aufgestellt hat. Trotzdem wolle man mehrere tausend Euro von mir haben.

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