… gibt es zwei schöne Videos auf YouTube. Letztlich ist das Ergebnis und auch das, was jetzt mit dem Nachfolger passieren wird, längst durch Gerichtsurteile und EU-Entscheide abzusehen. Die Rettung des Einzelwagenverkehrs und damit dem verästelten Netz des Güterfernverkehrs scheint nicht mehr möglich zu sein. Die EVG erscheint sehr schlechtem Licht, weil sie offenbar die Fakten nicht wahrhaben möchte und der moderaten Lösung von ex-Chefin Nikutta in den Rücken gefallen ist.
Teil 1
Teil 2
Unabhängig von DB Cargo ist es in Deutschland wohl nicht mehr möglich, die Struktur eines Netzwerkes mit „Feeder“-‚Ästen und gebündelten Arterien zu verstehen. Das gilt für den Nahverkehr bei der Bahn, sondern auch bei den Regionalbussen, aber auch z.B. für Glasfaser-Ausbau, Nahversorgung und allgemein die dezentralen Strukturen des ländlichen Raumes. Sie alle werden nur noch punktuell betrachtet. Wenn Personen im Auto sitzen oder Ladung auf LKWs verladen wurde, bleiben Sie dort meist bis zum Ende des Fahrtziels, ein Umstieg/Modalwechsel findet nur selten statt.
Ebenso werden abgehängte Gegeneden noch schneller Einwohner verlieren und damit auch privatwirtschaftliche Infrastrukturen. Die vom Staat per Gesetz vorgehaltenen Dinge werden dadurch immer ineffizienter und die Kosten stehen immer weniger in Relation zu dem gesellschaftlichen Mehrwert. Beispiel: Schneeräumen muss man überall, je mehr Steuerzahlende am Ort wohnen, desto geringer sind die Pro-Kopf-Kosten. Ebenso der lokale Güterverkehr per Bahn: Gäbe es mehr als einen Bahnkunden, würden die Zubringerfahrten vom Verteilbahnhof aus auf alle Anschlüsse verteilt werden können und die Effizienz steigt.
Deshalb kann es eigentlich nur zwei Möglichkeiten geben: Komplette Einstellung oder eine Investitionsoffensive mit dem langfristigen Ziel, durch bessere Auslastung die Defizite zu senken.
Das in den Videos angesprochene EU-Urteil könnte man eventuell dahingehend umsetzen, dass DB Cargo den Einzelwagenverkehr an eine neu zu gründende Unternehmung abtritt. Da das Geschäft hochdefizitär ist und vorhandene Infrastrukturen anmieten müsste, müsste ein neuer Staatskonzern neben der Deutschen Bahn geschaffen werden. Ob das EU-rechtlich möglich wäre, brauchen wir nicht zu spekulieren, denn es wird sowieso nicht passieren. Erst mal mehr Geld für die heldenhafte Lebensleistung unserer Rentner, die das Land auf Nachhaltigkeit und Fortschritt getrimmt haben, wie man branchenübergreifend und infrastrukturübergreifend sehen kann…