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Landeshauptstadt der Mülltrennungs-Verbrecher

Regelmäßig berichten Zeitungen über die Müllablagen um Werstoffcontainer herum. Auf den ersten Blick erscheint dies als Sauerei, aber auf den zweiten Blick sitzen die Verantwortlichen woanders.

München hat bis heute keine Wertstofftonnen in der Abholung, also keine Gelben Säcke/Tonne. Trotzdem muss eigentlich jeder seinen Müll trennen und Verpackungsmüll dann zu einem dieser Container bringen. Diese sind hoffnungslos unterdimensioniert. Jeder kann selbst mal schauen, wie viel Volumen solcher Verpackungsmüll ausmacht. Ich schätze mal 2/3 des Gesamtvolumens.

Diese Container sind Alibi-Container. Jahrelang wurden sie nicht genutzt, bis ökologisch mitdenkende Menschen angefangen haben, den Müll vorschriftsmäßig zu trennen. Und das Alibi zum kollabieren brachten. Erst vor wenigern Monaten wurde angekündigt, dass München bald auch ein „Gelbes“-System bekommen wird.

Wenn Menschen ihren sortierten Müll gut verpackt vor einem Container abladen, dann gibt es einen anderen Grund, als wenn der Dreck auf Grünstreifen ausgekippt wird. Es ist ein stiller aber sichtbarer Protest gegen das „wir verbrennen einfach alles in der Verbrennung und machen Fernwärme“ der 1990er.

https://www.tz.de/muenchen/stadt/so-vermuellt-ist-muenchen-die-dreckigsten-wertstoffinseln-94254775.html

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