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Schlagwort: business

Weltbild & Hugendubel

Viele haben es kommen sehen, auch ich: Weltbild hat Insolvenz angemeldet. Doch noch immer leugnen viele Mitarbeiter, Gewerkschaften und Partner das eigentliche Problem:

Ausnahmsweise trifft die Katholische Kirche keine unmittelbare Schuld an der Weltbild-Insolvenz. Natürlich haben sie jahrelang massive Fehler begangen und dafür jetzt die Quittung bekommen: Die Skandale um fragwürdige Bücher und Medien im Weltbild-Sortiment zeigt aber auch eindrucksvoll, dass Weltbild marktwirtschaftlich geführt wurde und nicht auf wirtschaftlich nachteilige “moralische” Einschränkungen Rücksicht genommen hat.

Wenn also sämtliche Ramschbuchhandlungen, wie eben Weltbild, mit “50 Shades of Grey” viel Geld verdient haben, so ist zumindest eine Einflussnahme der Kirche nicht der primäre Grund für das Scheitern dieses Unternehmens.

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Warum ist die Software-Landschaft in Deutschland so kaputt?

Der aktuelle, traurige Zustand der Software-Entwicklung in Deutschland hat mich schon viele Stunden meines Lebens beschäftigt. In einem Land, das in vielen Bereichen noch immer nach Perfektion, Innovation und Effizienz strebt, ist es eigentlich nicht erklärlich, warum massenhaft auf veraltete Technologien, veraltete Methoden und unflexible Ansätze gesetzt wird.

Hier meine Theorie:

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Intershop, der E-Commerce-Zombie

Wer kennt die Intershop AG nicht… Gemeint ist die Softwarebude aus Jena.

Seit den Zeiten des neuen Marktes wird hier versucht ein Geschäft aufzubauen und eigentlich ist das Subjekt wunderbar: E-Commerce boomt. E-Commerce boomt seit 15 Jahren. E-Commerce schneidet üblicherweise diverse Mittelsmänner (Ladengeschäfte, Vertriebspartner) aus der Handelskette und ermöglicht so einen höheren Profit bei geringeren Kosten.

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Mobile App Commodity

Mittlerweile dürften alleine für die iOS-Plattform von Apple über eine Million Applikationen verfügbar sein. Es hat sich aber auch herumgesprochen, dass nur ganz wenige davon profitabel sind. Unmengen an trivialen me-too-Anwendungen und mehr oder weniger nutzlosen Werbeanwendungen fluten alle Appstores, ob bei Apple, Google oder Microsoft.

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Monetarisierung von Podcasts

Viele Podcaster stecken Unmengen an Zeit und Geld in ihre Podcasts, ähnlich wie auch OpenSource Software-Entwickler dies in ihre Projekte tun. Meine Erfahrung zeigt mir aber, dass dies oft nicht nachhaltig ist: Am Ende muss man irgendwie seine Unkosten wieder reinbekommen und auch seine Miete finanzieren… Schlimmstenfalls fühlt man sich ausgenutzt und im Stich gelassen oder muss sein Hobby einstellen um wieder “echtes Geld” zu verdienen.

Nun stellt sich die Frage, wie man bei Podcasts eine Monetarisierung erreichen kann, ohne die Community/Reichweite des Podcasts zu zerstören.

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Software-Entwicklung: Warum dauert das so lange?

Als IT-Freiberufler habe ich nun schon mehrere Dutzend Organisationen “von innen” sehen und erleben können und stoße dabei immer wieder auf die gleichen Probleme.

Meine Kunden beauftragen mich meist in Krisen-Situationen, also wenn bereits sehr viel Zeit und Ressourcen investiert wurden, “trotz dessen aber das erwartete Ergebnis  nicht eintrat. Die häufigsten Gründe sind:

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SaaS ist kein Schlaraffenland für Entwickler

Zumindest meiner Erfahrung nach sind die meisten Projekte und Probleme im Leben als Software-Entwickler nicht primär technischer Natur, sondern haben meist eine sehr viel größere “menschliche” Komponente: Entscheider auf höchster Ebene, die keine Technologiefolgeabschätzung betreiben, Entwicklungsabteilungsleiter die ihren Sitz wärmen und ansonsten Diktator spielen oder Kollegen die latent intellektuell überlastet oder unterfordert erscheinen und auf dumme Gedanken kommen…

Daraus entstehen Probleme, welche ich als Freelancer dann wieder lösen darf.

Als Entwickler hat man wenige Karrieremöglichkeiten um dies langfristig zu ändern: Entweder man gibt die Entwicklungstätigkeit auf, wechselt ins Projektmanagement, die Planungsabteilung oder wählt eine selbstbestimmte berufliche Zukunft, beispielsweise als freiberuflicher Berater (same crap, different payment).

In allen Fällen sind die Ressourcen beschränkt: Mehr als 40-50 Wochenstunden kann man auf Dauer nicht leisten, ohne dass die Produktivität und Qualität massiv einbricht. Als Angestellter sollte man dies auch einhalten, denn Überstunden werden nur selten bezahlt oder ausgeglichen. Auch als Freiberufler muss man sich beschränken, schliesslich bedeutet Krankheit den vollständigen Einnahmeausfall. Was liegt also näher, die Natur der IT-Sache auch auf das eigene Geschäftsmodell zu übertragen und statt Arbeitszeit ein Produkt zu verkaufen.

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