Bei uns sind seit dieser Woche auch die Wärmemengenzähler bzw. Heizkostenverteiler an den Heizkörpern smart, ebenso wie schon seit längerem die Wasseruhren. Zwar erfährt man technisch als Endkunde nichts, aber die Informationen über die verwendete Technik lassen sich einfach herausfinden.
Die hier verbauten BFW Völk „Novamess Intelect 5.5 PE“ stammen vom Erfurter Unternehmen QUNDIS, siehe https://qundis.de/produkte/heizkostenverteiler/
Zum Einsatz kommt der Standard OMS / Open Metering System welcher hier wireless M-Bus auf 868MHz verwendet. Die Geräte schicken ihre Werte als Telegram regelmäßig ab und können „im Feld“ aufgefangen und ausgewertet werden. Die passende Gerätenummer ist auf den Geräten aufgedruckt, aber natürlich empfängt man auch die Geräte aller Nachbarn und ggf. im Nachbarhaus.
Ob und wie die Werte verschlüsselt sind, muss ich noch herausfinden.
Zum Einsatz kommt bei mir Home Automation in Form von HAOS und dem wmbusmesters-Plugin von https://github.com/wmbusmeters/wmbusmeters-ha-addon als Funkempfänger verwende ich einen glorifizierten DVB-T-USB-Stick in Form eines Nooelec NESDR SMArTee XTR SDR. Vermutlich sind aber sämtliche SDR-geeigneten USB-Sticks dafür ausreichend. Wer es offiziell und teuer mag, findet bei den Großhändlern wireless M-Bus USB-Sticks für 80€ netto aufwärts z.B. von Würth Electronic.
SDR, also software defined radio, bedeutet nichts anderes, als dass die Hardware empfangene Rohdaten bereitstellt und die Vearbeitung/Dekodierung vollständig in (freier) Software durchgeführt wird. Damit lassen sich fast alle eingesetzten Funkprotokolle, aber natürlich auch simples Radio, dekodieren – sofern man deren Frequenz, Sendeschema, Format und Verschlüsselung kennt oder herausfinden kann.
