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Heute vor zwei Jahren…

wurde Natenom in Pforzheim getötet. Genau an dem Abend war ich in Pasing mit dem Rad stadteinwärts unterwegs an der Tramhaltestelle „Am Knie“, ein Rechtsabbieger nahm mir die Vorfahrt, ich musste ausweichen und bin mit dem Lenker an einem Ampelmast hängen geblieben und gestürzt. Der Fahrer/in(?) beging Fahrerflucht, mir tat alles weh und als ich nach Hause kam, erfuhr ich von Natenoms Tod. Wir waren auf Twitter und später Mastodon regelmäßig in Kontakt und folgten uns gegenseitig.

Morgen findet in Pforzheim wieder eine Gedenkfahrt statt, dieses Mal leider ohne mich. Ich bin gerade körperlich nicht fit und seit Montag auch erkältet. Die Rampe aus Pforzheim auf die Hochebene schaffe ich so nicht. Ich hoffe trotzdem, dass viele dem Aufruf folgen, um Natenom zu gedenken. In vielen Städten gab oder gibt es Gedenkfahrten. Wer nicht dabei sein kann, soll bitte an ihn denken.

Und bitte hört mit dem Victim-Blaming auf, wenn Radfahrende zu Schaden kommen. Lasst euch nicht von politischer Propaganda einlullen. Es geht beim Alkohol-Limit, einem Helmzwang, einem Kennzeichenzwang oder Höchstgeschwindigkeit nie darum, Radfahrende zu schützen. Die wenigstens Unfälle wären dadurch anders gelaufen. Wenn ein Auto oder LKW überfährt, spielt das alles keine Rolle. Wenn Infrastruktur nicht oder fahrlässig schlecht und gefährlich gebaut wird, dann werdet laut.

Natenom war bestens abgesichert, er fuhr mit Licht und hochreflektierender Kleidung. Der Rentner hat in einfach überfahren. Warum auch immer.

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