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Pedelec fahren ist scheisse

Seit gestern fährt mein Lastenrad mit elektrischer Unterstützung, denn ich habe einen Bafang BBS01 36V/250W Mittelmotor nachgerüstet. 5 Jahre habe ich ohne Motor durchgehalten, aber es gibt einen Einsatzzweck, der sehr mühsam ist: 10km beladen zum Wertstoffhof zu fahren.

Es ist super geworden und fährt sich natürlich ganz gut, obwohl ich bisher keinen Vergleich hatte, denn es ist die erste Pedelec-Fahrt von mir überhaupt gewesen.

Aber es macht keinen Spaß. Die kurzen Distanzen bis zum nächsten Schlagloch, Schikane, Ampel, Falschparker sind so kurz, dass man immer nur ein paar mal kurbelt, der Motor hilft, man ist auf 20km/h und muss wieder bremsen.

Runder Tritt my Ass.

Mir ist erst bewusst geworden, wie wichtig die körperliche Belastung, aber auch das richtige Spiel aus Kadenz, Gang, Puls und eigenen Watt ist.

Auch die positiven Gefühle hängen zwangsläufig mit der Belastung zusammen, das „Post workout high“ bzw. „Runner’s high“ gibt es auch beim Radfahren, nicht aber beim Pedelec.

Es sind im Bafang-Controller 9 Unterstützungsstufen programmiert, ich habe alle probiert. Keine passt, aber das liegt auch am Rad selbst. Es ist ein Werkzeug zum Transport, kein Sportgerät.

Bei anderen Radtypen sieht das sicherlich anders aus, aber meine Verachtung gegenüber Pedelec-Radlern (ohne Lastenrad-Zweck) in der Stadt ist nochmal gestiegen. Und zwei Fahrten auf meinem Pedelec erklären auch, warum sie alle so scheiße fahren. Weil es ein permanentes An/Aus ist. Keine „Nähmaschine“, kein Uhrwerk.

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