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Kategorie: Hardware

SMD-Löten

Ich wollte es endlich mal ausprobieren um heruaszufinden, wie schwer das Verlöten von SMD-Komponenten ist.

Mit meiner 35€ China-Lötstation, einem 2€ Pinzetten-Set und einem 1,50€ SMD-Übungsboard legte ich los:

Die Lötstellen sind mies, weil ich nur recht dicken Lötdraht und kein Flux hatte sowie als Lötspitze die T12-D16 (Meißelform) verwendet habe. Abgesehen von wegfliegenden Bauteilen beim Öffnen des Carrier-Tapes war es eigentlich relativ einfach.

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KSGER T12 Lötstation

Vor einigen Tagen kam nun endlich meine bei AliExpress bestellte Lötstation KSGER T12 mit drei Lötspitzen an und ich bin hellauf begeistert!

Die Verarbeitungsqualität und Verpackung sind für den unschlagbaren Preis von 37€ grandios. Unfassbar, was man in China heute an “Bang for the Buck” bekommt! Es gibt wahre Schnäppchen und Produkte, die ungeahnte Produkte und Qualitätsstufen einer sehr breiten Käuferschicht zugänglich machen.

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China-Lötstation/Kolben

Vor einigen Tagen schrieb ich hier über einen 5€-Lötkolben aus China, der für diesen Preis gar nicht mal so schlecht sein soll. Viel interessanter sind jedoch die “ernsthaften” Produkte mit Mikrocontroller-Temperatursteuerung und wechselbaren Lötspitzen. Selbst Profis wie Louis Rossmann oder andere professionelle Nutzer gewinnen diversen sub-100€-Produkten durchaus etwas ab. Alle im folgenden genannten Produkte haben meines Wissens eine STM32 und ein OLED-Display an Board.

Folgende drei Produkte sind in “der Szene” gerade auf dem Radar:

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TTL/RS232-Umsetzer

Fast alle Einplatinencomputer, Embedded-Geräte und viele Router verfügen über (manchmal undokumentierte) Möglichkeiten, per TTL eine Konsole zu erhalten, also Systemzugriff ohne Netzwerkverbindung oder traditionelle Methoden (Tastatur per USB zur Eingabe, Bildschirm per HDMI/VGA zur Ausgabe). Vereinfacht gesagt, findet serielle bidirektionale Kommunikation über zwei Adern + Ground statt. Es fliesst Strom oder nicht, binär 0V oder 5V – oder in der mittlerweile fast schon häufiger auftretenden Low Voltage Form sind es 3.3V.

Nun hat man also an seinem Einplatinencomputer/Arduino/ESP die Kabel angebracht, aber was nun? Kein PC oder MAC kann damit etwas anfangen. Man muss das TTL-Schema also in RS232 umwandeln, angefangen beim Pegel. Bekannt ist hierfür der früher dafür eingesetzte MAX232 Chip. RS232 ist technisch die typische serielle Schnittstelle, die viele von uns noch aus den Jahren vor 2000 kennen. Darüber hat man sein analoges Modem und Peripherie wie z.B. eine Maus angeschlossen.

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USB Wifi-Adapter für Kali-Linux (#2)

Heute kam schon wieder Post aus Asien! Nach dem billigen “fenvi” und dem Fake Alfa-Adapter werde ich heute deshalb folgenden Wifi-Adapter testen:

EDUP EP-AC1605 Dual Band 1200Mbps 2.4GHz/ 5.8GHz Wi-Fi dongle USB 3.0 WiFi Adapter

Wie die beiden vorherigen Wifi-Adapter habe ich auch diesen am 22. Januar 2019 bestellt, dieser hier brauchte also am längsten. Ich bezahlte 19,64€ und bekam folgendes:

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Spulenfiepen beim ThinkPad-Netzteil

Als ich in der vorweihnachtlichen Zeit spät am Abend noch am Gerät saß, nervte mich ein pulsierendes Fiepen welches ich auf das 65W USB-C-Netzteil des ThinkPads zurückführen konnte. Hier eine Audio-Aufnahme:

Der freundliche und umgehend antwortende Lenovo-Support auf Twitter konnte mich nur an den deutschen Kundendienst (Telefon) verweisen, was ich grundsätzlich so weit wie möglich vermeide.

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Multichannel LoRa-Gateways

Damit von LoRa-Nodes abgesendete Nachrichten auch ankommen, braucht es Gateways. Diese leiten die per Funk empfangenen Nachrichten weiter per TCP/IP zur weiteren Verteilung und Verarbeitung, ob in einem eigenen LoRa-Netz, einem kommerziellen LoRa-Netz oder einem Hybridmodell, wie es “The Things Network” betreibt.

Um über längere Distanzen und unterschiedliche Topologien senden zu können, gibt es diverse Funkkanäle und Sendearten, konkret “Spread Factors”, die ein standardkonformes, vollwertiges Gateway gleichzeitig empfangen und verarbeiten können sollte. In Deutschland/Europa, bei dem hauptsächlich der Frequenzbereich um 868 MHz für LoRa genutzt wird, sind es letztlich 8 relevante Kanäle (dazu kommen noch zwei Kanäle für höhere Senderaten, die aber bei IoT vermutlich keine Rolle spielen und wegen der Kanalbeschränkung auch nicht sonderlich skalieren würden).

Single-Band-Gateways sind schon für 20-30€ zu bekommen, vollwertige Gateways kosten aber sehr viel mehr. Neben diversen DIY-Lösungen auf Basis eines Raspberry PI und eines Funkmoduls, gibt es auch fertige Gatways zu kaufen. Hier eine (unvollständige) Aufstellung:

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“oui Unknown”

Wer tcpdump verwendet, wird sich täglich über die Ausgabe “(oui Unknown)” ärgern. Hierbei geht es um den “organizationally unique identifier” einer MAC-Adresse, also den Hersteller des Gerätes bzw. Interfaces. Die Zuordnung eines Präfixes und Verwaltung dieser laufend wachsenden Liste unterliegt der IEEE und ist mit Gebühren verbunden.

Das Abrufen der gesamten Liste ist noch gratis…

… doch leider hat die IEEE die Adresse der Liste geändert (vermutlich schon in 2015), sodass sämtliche Bordmittel verbreiteter Linux-Systeme zur Aktualisierung nicht mehr funktionieren, beispielsweise das Aktualisierungs-Script des “ieee-data” Packages in Debian, das zudem der motivierte Debian-Betreuer des “aircrack-ng” Paketes auch statt der lange aktualisierten upstream-Version von “airodump-ng-oui-update” einsetzt…

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Produktempfehlung für RTL-SDR

(RTL steht für den verwendeten Chipsatz RTL2832U (und weitere), SDR steht für “Software Defined Radio”, also ein per Software gesteuertes/implementiertes Radio, d.h. der Hardware-Tuner liefert nur Rohsignale, die Demodulation/Verarbeitung erfolgt ausschliesslich in Software. Die “Entdeckung” der Zweitnutzung handelsüblicher DVB-T USB-Empfänger hierfür geht u.A. auf das Osmocom Projekt zurück)

Nach ersten Versuchen mit einem “billigen” (ca 15€) China-Restposten-DVB-T USB-Stick mit R820T Tuner habe ich etwas Geld in die Hand genommen und mir über Amazon.de den NooElec NESDR SMArTee XTR inkl. Zubehör besorgt.

Der dort verbaute E4000 Tuner kann noch ein etwas breiteres Spektrum inkl. ~1800 MHz empfangen, als die sonst üblichen R820T/T2 Tuner, allerdings mit einem “Loch” im Bereich von ADS-B, ist dafür also nicht geeignet. Im Lieferumfang sind ein Magnetfuss und drei Antennen-Aufsätze enthalten.

Während ich mit dem bisherigen “Billo” RTL2832U R820T im “alten” 900MHz-GSM-Frequenzbereich gerade mal 2 Base Stations empfangen konnte, schaffe ich mit dem Nooelec (Link zum Hersteller) deutlich mehr:

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Steht Conrad Eletronic vor der Insolvenz?

Conrad Electronic ist einer der größten deutschen Elektronik-Versandhändler und Betreiber eines Filialnetzes. Das Unternehmen aus Hirschau in der Oberpfalz befindet sich bis heute im Familienbesitz und ist unter anderem Online mit mehreren alternativen Marken aktiv, wie z.B. Voelkner und Digitalo. Am Markt kämpft Conrad Eletronics SE gegen internationale Marktführer wie Amazon und bereits ins straucheln gekommene Unternehmen der Ceconomy AG (MediaMarkt, Saturn).

Ende letzte Woche wurde im Web-Shop der Conrad Electronic SE eine 1TB SSD zu einem günstigen Preis von 89€ angeboten, vergleichbare SSDs gab es bisher in einer Preisaktion zuletzt für 99€ bei Saturn.

Trotzdem war der Preis günstig, das Angebot sprach sich unter anderem my MyDealz und Gamestar.de herum, vermutlich tausende Menschen haben daraufhin bestellt und vielfach sofort bezahlt z.B. per Paypal.

Weitere Web-Shops der zu Conrad Electronic gehörenden Re-In Retail GmbH, namentlich Voelkner.de und Digitalo.de, boten die SSD zu diesem Preis ebenfalls an, zudem wurden personalisiere Werbung ausgespielt und das Produkt zu dem Preis beworben (Retargeting).

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(Screenhot von MyDealz-User harrypocher)

Am 31.12.2018 wurde per Mail den Bestellern sogar eine Lieferung ab 10.01.2019 in Aussicht gestellt.

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Palim, Palim: Eine Flasche Metadaten!

Ich arbeite oft von zuhause und empfange regelmäßig Pakete. Aber es nerven auch laufend Werbemüllverteiler am Klingelschalter. Blöderweise befindet sich mein Home-Office im Untergeschoss ohne Zugang zur Wechselsprechanlage oder Tür-Öffnungsknopf. Selbst wenn ich mit etwas Bastelei an der Siedle-Sprechanlage den Öffnungsimpuls noch per WiFi absenden könnte, so muss ich dann doch die Wendeltreppe hinauf zur Wohnungstüre und dort nachschauen, ob es für mich oder den Mülleimer geklingelt hat.

Nun leben wir in Zeiten, wo sich alle Menschen unbewusst überwachen lassen und das sogar passiv. Schienen RFID-Attacken auf Personalausweise, Gesundheitskarten oder vom Hersteller in Textilien eingenähten Tags mit großen Antennen etwas weit hergeholt, geht es mit Funkverbindungen sehr viel einfacher:

Jeder von uns trägt ein Smartphone oder eine Smartwatch bei sich, manche sogar mehrere. Die Smartphones buchen sich in Mobilfunknetze ein und halten ständig Kontakt zum nächsten Sendemast, senden regelmäßig Datenpakete um den jeweils am besten zu erreichenden zu ermitteln.

Und genau das tun auch alle WiFi-Clients: Sie senden regelmäßig Anfragen um für sie bekannte WLAN-Netze zu ermitteln und dann ggf. automatisch zu verbinden.

Beides lässt sich passiv mitschneiden und auswerten.

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2019 wird das Jahr des Linux-Desktops!

Mit dem macOS 10.14 Release hat Apple das Sub-Pixel-Rendering für alte non-Retina Macbooks entfernt, mein mittlerweile fast nur noch privat genutztes 11″ Macbook Air (Early 2015) war davon auch betroffen. Mit der Zeit stellten sich zudem recht ungewöhnliche Verschleisserscheinungen ein, z.B. hat sich hier zum ersten Mal in meiner jetzt über zwölfjährigen Macbook-Zeit ein Teil einer Tastenbeschriftung verabschiedet (A-Taste) und man merkt jetzt such schon das Altern des Akkus.

Etwas neues musste her, weil ich auch beruflich ein Linux-Device für die aktuellen Aufgaben benötige (InfoSec + Containerkram + DevOps) und so fiel die Wahl am Black Friday auf ein Lenovo Thinkpad L380 Yoga (13″ convertible mit FHD-Display), welches zufälligerweise unter der mittlerweile erhöhten Abschreibungsgrenze von 810€ netto direkt von Lenovo zu haben war.

Photo: lenovo.com

Bisher bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden, es erfüllt alle Erwartungen und ist ganz gut verarbeitet. Selbst ein Hardware-Maintenance-Manual ist frei zugänglich, um Komponenten auszutauschen oder zu erweitern: Es würden bis zu 32 GB Arbeitsspeicher reinpassen oder eben eine M.2 2280 PCIe-SSD nach Wahl. Und das bei einem Gerät für um die 900€ brutto inkl. Versand, Netzteil.

Aufgemotzt für einen kurzen Test: Der Arbeitsspeicher ist zufälligerweise kompatibel mit dem meines 5K iMac 2017, die SSD dient zur Aufrüstung meines headless Linux-Servers – beide Aufrüstungen standen auch an und würden auch in dem Thinkpad eine gute Figur machen. Wenn nächstes Jahr wieder Geld in die Kasse kommt, werde ich möglicherweise diese Konfiguration dann realisieren.
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Akku-Tausch bei einem 15″ Retina Macbook Pro (Late 2013)

Mit den Unibody-Geräten begann Apple das Verkleben von Akkus mit den Gehäusen um den verfügbaren Platz besser nutzen zu können – seitdem ist aber ein Batteriewechsel nur noch schwer möglich.

Zwar bin ich nun gerade auf einen neuen 5K iMac umgestiegen, aber das alte Macbook Pro ist noch gut in Schuss und lag hier die meiste Zeit der letzten 3,5 Jahre nur auf dem Schreibtisch und bespielte ein externes 27″ Display.

Immer am Netzteil angeschlossen war der Akku so gut wie nie benutzt worden, hatte laut System-Profiler gerade mal 20 Zyklen hinter sich und sollte in einem guten Zustand sein.

Sollte.

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Monstermaschine

Meinen ersten Rechner habe ich 1997 geschraubt — meinen bisher letzten in 2006. Die Umstellung von Linux auf OSX und Apple-Hardware in 2006 und die Umstellung auf Dedicated- bzw. Cloud-Hosting haben es lange Jahre nicht erfordert, selbst Hand an Hardware anzulegen.

Doch weil  Apple seit Jahren keine ordentliche Arbeitshardware mehr im Angebot hat — Mac Pro ist ein teurer Witz, Retina Macbook Pros seit fast 3 Jahren ohne grundlegende Aktualisierung — trug ich schon einige ganze Weile den Wunsch in mir, hier mal etwas ordentliches zu bauen.

Im Idealfall wäre ein Hackintosh herausgekommen, aber eigentlich möchte ich auf ein mobiles Apple-Notebook nicht verzichten und hoffe auf baldige Vorstellung aktualisierter Nachfolger. Viele meiner beruflichen Tätigkeiten bestehen heutzutage aus DevOps-Tätigkeiten, erfordern virtuelle Maschinen oder Docker. Und genau hier gibt es die größten Performance-Problem auf dem Mac, weil selbst VMWare Fusion eine miserable IO-Performance hat, vom knappen RAM (16GB) in den Geräten mal abgesehen.

Per SSH auf einem Linux-Zweitsystem zu arbeiten oder mittels test-kitchen und docker-machine auf eine Build-Machine auszulagern, sind hierbei kein Problem (Gigabit-Ethernet, SSD…). Ein Auslagern in die Cloud oder auf dedizierte Systeme sind wegen der asymmetrischen Bandbreiten in Deutschland keine Option: Selbst mit 12 Mbit/s dauern 2-3 GB Upload viel zu lange für einen Testlauf, den man pro Stunde ein paar Mal ausführen möchte, weiterhin hätten es meine Kunden sicher nicht gerne, würde ich privaten Sourcecode bzw die notwendige Build-Umgebungen auf irgend einem Lowcost-Hosting-System hosten, welches 24/7 von aussen erreichbar wäre und mich auch locker 120-150€ im Monat gekostet hätte.

Und so ging ich auf die Suche nach dem passenden System und wurde bei LGA-2011-3-XEON-Mainboards fündig.

Aktuell schaut das System so aus:

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