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Post von Roland Beiträge

Edeka’s Netto-Online: Erste und letzte Bestellung

Update 2 (10.1.2019)

Da ich auch bis zum 7.1.2019 um 14:30 Uhr keine Antwort erhalten habe (3 Werktage nach Zustellung), schrieb ich den Kundendienst erneut an. Ich habe bis heute auch darauf keine Antwort mehr erhalten. Stattdessen kommentarlos am 8.1.2019 um 11:16 eine Erstattung/Rückzahlung über PayPal i.H.v. 49,55€ – ich habe insgesamt aber 51,53€ bezahlt, somit ist die Höhe für mich nicht nachvollziehbar.

Ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust mehr, mich um die 1,98€ zu kümmern und werde diese mit den nutzbaren Waschmittelresten “verrechnen”. Der desaströse Eindruck dieser “Shopping-Experience” wird dadurch jedoch nicht besser. Wer als Fulfillment-Dienstleister beim Versand komplett auf Verpackungs/Füllmaterial verzichtet und alles in ein viel zu großen Karton wirft, wird vermutlich Reklamationen und Sachschäden am laufenden Band produzieren, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es sich um einen Einzelfall gehandelt haben soll. Die konsequente Kommunikationsverweigerung tut ihr übriges.

Im kann ich jedem Verantwortlichen eine Bestellung bei DM.de-Drogerie und Migros-Shop.de empfehlen, die meiner Meinung nach die besten Verpackungen und Versandvorkehrungen am Markt treffen. So klebt DM z.B. Duschgel-Flaschen vorsorglich mit Klebeband zu und packt problematische Artikel wie Waschpulver-Beutel in eine Klarsichtfolie um eine Ausrieselung in den Rest des Paketes zu verhindern. Hierzu braucht es natürlich Mitarbeiter, die dementsprechend ausgebildet und motiviert sind, also auch ordentlich bezahlt werden und dadurch davon profitieren, wenn “ihre” Sendungen ohne Schäden ankommen.

LIDL hat das als weiteres Negativbeispiel nicht hinbekommen und ich musste hier vor 2 Jahren eine Sendung ablehnen, bei der bereits das Colorwaschmittel aus dem Paket tropfte: Die kosten- und formatoptimierten Verpackungen für Discounter-Regale eignen sich nicht zum Versand ohne weitere Vorsorgemaßnahmen, ebensowenig wie z.B. Bekuplast Eurokisten. Auch hier war der Hersteller nicht in der Lage, seine eigenen Produkte versandsicher zu verpacken bzw. hat mit GLS einen Dienstleister gewählthttps://www.dm.de/, der “höhere Ansprüche” an die Verpackung stellt. Letztlich sollte 1-2€ Mehrkosten bei bei Versandkartons sämtliche Kosten für Transportschäden egalisieren, zumindest wenn man die Häufigkeit und den Warenwert bedenkt. Hier nochmals der Verweis auf DM, aus deren dreilagigen Kartons man auch Gartenhäuser bauen könnte…

Update 1 (4.1.2019)

Nach Erhalt habe ich die Fotos und einen Link zu diesem Blogpost per Mail an Netto-Online geschickt, parallel auch telefonisch reklamiert. Bis heute, 4.1.2019, 21:55 keinerlei Reaktion. Das passt zu den bisherigen Erfahrungen.

Ursprünglicher Blogpost vom 3.1.2019:

Durch die jüngsten Waschmittel-Testergebnisse der Stiftung Warentest bin ich auf die Netto (“ohne Hund”)-Eigenmarke “Bravil” aufmerksam geworden. Da hier vor Ort kein Netto-Markt in der Nähe ist und EDEKA unter Netto-Online.de einen Versandservice anbietet, habe ich also online bestellt.

Leider war das keine gute Entscheidung, ich kann jedem nur von Netto-Online.de abraten.

Aber der Reihe nach:

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Steht Conrad Eletronic vor der Insolvenz?

Conrad Electronic ist einer der größten deutschen Elektronik-Versandhändler und Betreiber eines Filialnetzes. Das Unternehmen aus Hirschau in der Oberpfalz befindet sich bis heute im Familienbesitz und ist unter anderem Online mit mehreren alternativen Marken aktiv, wie z.B. Voelkner und Digitalo. Am Markt kämpft Conrad Eletronics SE gegen internationale Marktführer wie Amazon und bereits ins straucheln gekommene Unternehmen der Ceconomy AG (MediaMarkt, Saturn).

Ende letzte Woche wurde im Web-Shop der Conrad Electronic SE eine 1TB SSD zu einem günstigen Preis von 89€ angeboten, vergleichbare SSDs gab es bisher in einer Preisaktion zuletzt für 99€ bei Saturn.

Trotzdem war der Preis günstig, das Angebot sprach sich unter anderem my MyDealz und Gamestar.de herum, vermutlich tausende Menschen haben daraufhin bestellt und vielfach sofort bezahlt z.B. per Paypal.

Weitere Web-Shops der zu Conrad Electronic gehörenden Re-In Retail GmbH, namentlich Voelkner.de und Digitalo.de, boten die SSD zu diesem Preis ebenfalls an, zudem wurden personalisiere Werbung ausgespielt und das Produkt zu dem Preis beworben (Retargeting).

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(Screenhot von MyDealz-User harrypocher)

Am 31.12.2018 wurde per Mail den Bestellern sogar eine Lieferung ab 10.01.2019 in Aussicht gestellt.

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Palim, Palim: Eine Flasche Metadaten!

Ich arbeite oft von zuhause und empfange regelmäßig Pakete. Aber es nerven auch laufend Werbemüllverteiler am Klingelschalter. Blöderweise befindet sich mein Home-Office im Untergeschoss ohne Zugang zur Wechselsprechanlage oder Tür-Öffnungsknopf. Selbst wenn ich mit etwas Bastelei an der Siedle-Sprechanlage den Öffnungsimpuls noch per WiFi absenden könnte, so muss ich dann doch die Wendeltreppe hinauf zur Wohnungstüre und dort nachschauen, ob es für mich oder den Mülleimer geklingelt hat.

Nun leben wir in Zeiten, wo sich alle Menschen unbewusst überwachen lassen und das sogar passiv. Schienen RFID-Attacken auf Personalausweise, Gesundheitskarten oder vom Hersteller in Textilien eingenähten Tags mit großen Antennen etwas weit hergeholt, geht es mit Funkverbindungen sehr viel einfacher:

Jeder von uns trägt ein Smartphone oder eine Smartwatch bei sich, manche sogar mehrere. Die Smartphones buchen sich in Mobilfunknetze ein und halten ständig Kontakt zum nächsten Sendemast, senden regelmäßig Datenpakete um den jeweils am besten zu erreichenden zu ermitteln.

Und genau das tun auch alle WiFi-Clients: Sie senden regelmäßig Anfragen um für sie bekannte WLAN-Netze zu ermitteln und dann ggf. automatisch zu verbinden.

Beides lässt sich passiv mitschneiden und auswerten.

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Zensur durch die Kreditkartenanbieter

In den USA wird ein Thema gerade groß: Patreon, eine Community-Plattform zur Einsammlung und Verteilung von “Spenden” für Aktivisten, Blogger, Websitebetreiber und Contentproduzenten aller Art hat diversen Leuten den Account geschlossen und Gelder einbehalten. Angeblich auf Druck eines der großen Kreditkarten-Anbieter.

Gerade im libertär-konservativen Bereich beginnt man zu erkennen, dass hier nicht nur alt-right-Nazis “ohne Prozess” ausgeschlossen werden, sondern eben dieses Mal auch Leute aus dem “normalen” Spektrum. Sexworker, welche üblicherweise eher links verortet sind, haben schon vor Jahren ihre Accounts bei PayPal verloren und waren vor einigen Monaten auch bei Patreon wieder auf der Abschussliste, wieder sollen die Kreditkarten-Betreiber auf Basis ihrer Risk-Management-Policy eingeschritten sein.

Auch bei uns erkennt man die Macht der Kreditkartenunternehmen: So fallen z.B. fürs Lotto-Spiel zusätzliche Gebühren an in saftigen Höhen: 5€ pro Vorgang! Nun wird man das wohl mit “gestiegenem regulatorischen Aufwand und Zahlungsausfallrisiken” begründen, ist aber letztlich nichts anderes, als eine Diskriminierung. So wie Facebook und Instagram pauschal blanke Nippel bestrafen, weil manche Teile der USA oder restlichen Welt damit nicht umgehen können, so wird der Zahlungsverkehrs-Filter nun global ausgerollt.

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TIL: Steckdosenbürsten “SAUBA”

Was man so alles auf conrad.de findet. Und wenn ich mir anschaue, wie meine Wandsteckdosen aussehen und was das für eine Reinigungs-Frickelei ist, bestell ich mir sowas demnächst (gibt es auch bei Amazon).

Video des Herstellers/Vertriebs:

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Um 5€ aber als Plus-Produkt – Amazon-Partnerlink

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Reduktion des Stromverbrauches (Teil 1) [updated)

Update vom 4.1.2019:

Erste Messungen blieben unauffällig: Ein Denon AVR (Media-Receiver/Verstärker) verbaucht “ausgeschaltet” bei aktivem WLAN 2W, Sonoff Switches und Philips Glühbirnen ausgeschaltet unter 1W. Hingegen verbrät mein Miele Staubsauger im Standby (dh man kann ihn über einen Funkschalter am Griff anschalten) satte 8W. Hier verbrenne ich immerhin 20€ pro Jahr ungenutzt. Wird abgestellt.

Blogpost vom 21.12.2018:

Nun hat man als Nerd leider viel zu viele schöne Dinge zuhause am Strom, im Ethernet und im WiFi-Netz hängen, doch die Stromrechnung am Jahresende holt einen dann immer auf den Boden zurück. Strom ist in Deutschland ziemlich teuer und der ganze “smart”-Trend sorgt für eine immer höhere Grundlast.

Rechnen wir mal:

Energiekosten in Euro = ((Watt * 24 Stunden * 365 Tage) /1000) * Strompreis pro kWh

Also:

1 Watt = 8760 Wattstunden oder 8,76 Kilowattstunden (kWh).

Mein aktueller Stromtarif in München:

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Kommentar zu: “Linux Stirbt” auf Danisch.de

Hadmut Danisch ist ein streitbarer Informatiker und Blogger. Seine Sichtweisen bezüglich Informatik und Informatik in Deutschland teile ich zum allergrößten Teil, so wie jüngst in seinem Blogpost “Linux stirbt”.

Die von ihm oft ausgemachten Gründe der “Verweichlichung”, “Diversifikation” oder “Quoten” teile ich jedoch meistens nicht, auch in dem besagten Blogpost.

“Linux stirbt” nicht wegen Linus, wegen eines Spendenaufrufes für Diversifikation oder einer Anti-Harassment-Policy, sonder aus einem anderen Grund: Zwar sieht es so aus, als ob die “privileged white men” die überwiegend die letzten 27 Jahre am Kernel und viele Userland-Projekten tätig waren, die Ursache des Erfolges sind und jeder Versuch einer Diversifikation hier Projektsabotage sei. Doch wird hier vergessen, dass Linux damals relativ alternativlos war, sehr viele Leute in der Branche sehr viel Geld in sehr kurzer Zeit verdient und auch wieder in solche Projekte reinvestiert haben oder dadurch “Zeit spenden konnten”.

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Menschen verstehen Innovation nicht.

Die letzten 1,5 Jahre habe ich mich sehr viel mit Elektromobilität beschäftigt, was für Fahrzeuge gibt es, wie werden sie aufgeladen, wie verbreitet sind Ladesäulen und so weiter. Um es kurz zu machen: Es gibt neben dem normalen Schuko noch drei weitere Ladestecker, die unterschiedliche Ladegeschwindigkeiten unterstützten und entweder Wechsel/Drehstrom oder Gleichstrom liefern. Das Auto wandelt jeweils den Drehstrom in Gleichstrom für die Akkus um, oder lässt den Gleichstrom gleich auf das Batterieladegerät los, was schneller ist.

Und es gibt aktuell alleine in Deutschland über 14.000 Ladestandorte mit zusammen über 40.000 Ladepunkten (was quasi einem Anschluss entspricht).

Foren, Websites und die mediale Berichterstattung ist voll mit dem Gejammere, wie komplex das alles noch sei. Sooo viele verschiedene technische Details, Ladekarten, RFID-Tokens, Smartphone-Apps und dann die ganzen unterschiedlichen Tarife die mal nach Vorgang, Zeit, Energiemenge oder einer wilden Kombination daraus abrechnen!

Es müsse endlich eine einheitliche Lösung her, ein Steckertyp (CCS), ein Ladekartensystem… am besten aber auch einfache Kreditkartenakzeptanz. Der Gesetzgeber sei gefragt und so weiter… dringender Handlungsbedarf!

Dabei ist der Markt noch in den Kinderschuhen, die Zahl an E-Autos ist noch prozentual gering, Ladesäulen werden bisher aus Goodwill oder PR aufgestellt, weil eine Gewinnerzielung illusorisch erscheint. Das hängt auch mit den noch immer hohen Anschaffungskosten zusammen. Während eine günstige Wallbox für zuhause 500-1000€ kostet, so sind leistungstechnisch identische, vandalismusgesicherte Ladesäulen für den öffentlichen Einsatz inkl. Abrechnungsbackend im Bereich von 15.000€ zu verorten (Gleichstrom-Schnellader ab 50.000€), wovon Bund und Land meistens mindestens 50% der einmaligen Kosten übernehmen.

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Studien zur Mobilfunk-Netzabdeckung

Laufend wird auf allen möglichen Plattformen und Medien darüber berichtet, wie schlecht doch die Mobilfunkqualität in Deutschland sei. Es wird von persönlichen Erlebnissen erzählt, es werden ökonomische wie auch technische Fakten übersehen oder weggelassen. Und weil in dieser ganzen Bullshit-Agenda doch irgendwann Fakten zählen, werden Studien ausgeschrieben. Und was machen die Gutachterfirmen? Die haben natürlich auch keine Ahnung und vertrauen fremden Daten.

Das aktuelle Beispiel: Die Bundestagsfraktion der Grünen hat eine Studie in Auftrag gegeben, welche aktuell wieder die Diskussion anheizt. Auftragnehmer war das Beratungsunternehmen P3, einem gut im Geschäft stehenden Unternehmen, das so alles von Behörden bis Großunternehmen gegen Honorar berät.

Das Studienergebnis gibt es hier als PDF-Datei zum Abruf.

Sofort fällt auf, dass die Studie mit dem Ziel eines “Nationalen Roamings” angelegt ist, also das mehr oder weniger freiwillige Gleichschalten aller Netze in der Hoffnung die Netzabdeckung damit zu verbessern. Das Ziel ist also die politische Forderung durch Sachgründe zu untermauern, nicht umgekehrt.

Und woher nimmt P3 jetzt Daten zur aktuellen Versorgung, die hier so schlecht sein soll?


Aha, man beruft sich zuerst auf die Meinung eines Berichtes der Süddeutschen Zeitung. Weiter im Studienergebnis versucht man dann das ganze durch eine große Datenmenge zu bestätigen:

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Mea Culpa, Freifunk!

Es tut mir rückblickend Leid, dass ich Freifunk als nicht hilfreiche Lösung unserer Breitbandversorgungslücken bezeichnet habe.

Zwar bin ich weiterhin der Meinung, dass ein als Verein (bzw. viele dezentrale Gruppen, die teilweise als eingetragene Vereine aktiv sind) und gemeinnützig (hoffentlich bald) organisiertes Peer-to-Peer WiFi-Mesh-Netz keine ordentlichen Anbindungen per Glasfaser oder LTE ersetzen kann, aber der Wert von Freifunk liegt eigentlich ganz woanders: Junge Menschen beschäftigen sich mit relativen “harten” technischen Dingen, also Protokollen, Implementationen und dem Reverse-Engineering/Upcycling kommerzieller Hardware.

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Agenda-Setting: Oder wie man Medien manipuliert

Unter Agenda-Setting versteht man das Setzen von Themenschwerpunkten im öffentlichen Diskurs/Medien, eigentlich primär im politischen Tagesgeschäft: Man bauscht ein Problem auf, für das man bereits eine einfache Lösung finden kann und verkauft sich als erfolgreicher Macher, oder man schiebt der Regierung ein Thema unter, das nicht zu gewinnen ist: Die Medien übernehmen das Zuspiel und vollenden das Werk.

Ich verwende den Ausdruck auch ganz gerne im Umfeld von Public Relations (PR) oder Media Relations (Medienarbeit). Suggerieren diese Bezeichnungen doch einen so unschuldig-rationalen Vorgang, versteckt sich dahinter doch einzig die Strategie, durch Veröffentlichungen und “Informationsveranstaltungen” möglichst enge Beziehungen zu Journalisten aufzubauen und diesen dann die passende Agenda meist ausformuliert zukommen zu lassen.

Nehmen wir einmal ein konkretes Beispiel:

Wir schreiben den 27.12.2018, es ist “zwischen den Jahren” und dementsprechend wenig los. In Agenturen und Medienredaktionen sitzen nur wenige Leute, die Notbeschäftigung, die aus irgend einem Grund nicht zuhause bleiben durfte. Die schwache Nachrichtenlage schreit quasi nach neuen, möglichst wenig polarisierenden Meldungen: Wer polarisiert, muss Begründen. Wer polarisierendes berichtet, muss fact-checking betreiben und den Kopf hinhalten.

Dann schreiben wir aber auch den 27.12.2018, kurz vor Jahresende, einem wichtigen Verjährungsdatum im Rahmen des VW-Dieselbetruges in Deutschland.

Und dann schreiben wir auch den 27.12.2018, an dem CSU-Verkehrsminister Scheuer offen den Widerstand gegen eine Nachrüstung von betrügerisch zugelassenen Diesel-Fahrzeugen aufgibt.

Was macht nun VW Media Relations daraus? Nun, man hat sich eine schöne Konserve ausgedacht: Man möchte aus ausgedienten Elektroauto-Akkus stationäre Ladesäulen bauen, oder Ladesäulen mit Recyclingakkus puffern. Wer sich etwas ernsthafter mit E-Moblilität beschäftigt hat, hört das nicht zum ersten Mal, auch Tesla möchte Megacharger (geplante Supercharger für LKWs) mit Akkus puffern (Artikel aus Februar 2018!), um Netzspitzen zu vermeiden, so wie Tesla es mit neuen Akkus bereits in Australien zu Stabilisierung des Stromnetzes sehr erfolgreich umsetzt.

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Archivierung von YouTube-Livestreams

YouTube begann vor einiger Zeit damit, technisch auch Live-Streams zu ermöglichen. Die Technik dahinter ist relativer Standard, es kommt HLS (HTTP Live Streaming) und mpeg4 zum Einsatz. Das ganze wird über eine `.m3u`-Ressource abgewickelt, die der Browser abruft.

Nun möchte YouTube aber nicht, dass man auf bestimmten Geräten den Stream im Hintergrund laufen lässt, oder sogar Videos generell: Vermutlich um den “Missbrauch” als Gratis-Spotify zu verhindern und den Video-Werbenden auch “Video”-Werbung verkaufen zu können.

Mir sind die wirtschaftlichen Hintergründe und die YouTube AGB egal, weil YouTube als Teil von Alphabet auch ein Monopolist ist und Live-Streaming eines der wenigen Bereiche ist, bei dem sie nicht den Markt dominieren (Amazons Twitch ist hier dominierend).

Nun schaue ich gerne diverse regelmäßige Livestreams an, u.a. die Mainboad-Repair-Videos von Louis Rossmann aus New York oder die langen Streams von Bjørn Nyland aus Oslo, wenn er mit einem Elektroauto tausende Kilometer durch Norwegen zurücklegt. Diese Art von Streams sind unerhaltsam, aber einfach nicht ausfüllend genug, um sie 100% der Zeit “modal” zu konsumieren und so laufen die Streams bei mir im Hintergrund – leider bisher nicht auf iOS oder Android-Geräten, weil YouTube dies unterbindet.

Und dann gibt es noch Streams, die von den Produzenten wieder gelöscht werden, weil etwas zu skurriles oder unprofessionelles passiert ist: Das frisierte E-Bike fackelt mitten in Manhattan ab,oder ein Idiot darf sich wegen unprofessioneller Fahrweise einen lauten Anschiss anhören. All das will man als Fan natürlich mitbekommen, auch wenn man gerade nicht in der passenden Zeitzone lebt oder anderweitig beschäftigt war.

Eine Archivierungs-Lösung muss her!

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2019 wird das Jahr des Linux-Desktops!

Mit dem macOS 10.14 Release hat Apple das Sub-Pixel-Rendering für alte non-Retina Macbooks entfernt, mein mittlerweile fast nur noch privat genutztes 11″ Macbook Air (Early 2015) war davon auch betroffen. Mit der Zeit stellten sich zudem recht ungewöhnliche Verschleisserscheinungen ein, z.B. hat sich hier zum ersten Mal in meiner jetzt über zwölfjährigen Macbook-Zeit ein Teil einer Tastenbeschriftung verabschiedet (A-Taste) und man merkt jetzt such schon das Altern des Akkus.

Etwas neues musste her, weil ich auch beruflich ein Linux-Device für die aktuellen Aufgaben benötige (InfoSec + Containerkram + DevOps) und so fiel die Wahl am Black Friday auf ein Lenovo Thinkpad L380 Yoga (13″ convertible mit FHD-Display), welches zufälligerweise unter der mittlerweile erhöhten Abschreibungsgrenze von 810€ netto direkt von Lenovo zu haben war.

Photo: lenovo.com

Bisher bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden, es erfüllt alle Erwartungen und ist ganz gut verarbeitet. Selbst ein Hardware-Maintenance-Manual ist frei zugänglich, um Komponenten auszutauschen oder zu erweitern: Es würden bis zu 32 GB Arbeitsspeicher reinpassen oder eben eine M.2 2280 PCIe-SSD nach Wahl. Und das bei einem Gerät für um die 900€ brutto inkl. Versand, Netzteil.

Aufgemotzt für einen kurzen Test: Der Arbeitsspeicher ist zufälligerweise kompatibel mit dem meines 5K iMac 2017, die SSD dient zur Aufrüstung meines headless Linux-Servers – beide Aufrüstungen standen auch an und würden auch in dem Thinkpad eine gute Figur machen. Wenn nächstes Jahr wieder Geld in die Kasse kommt, werde ich möglicherweise diese Konfiguration dann realisieren.
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Crash 2019

Endlich werde ich selbst mal als Crash-Prohet aktiv, allerdings gehört auch nicht mehr sehr viel Mut und Wissen dazu: Die Aktienmärkte sind seit einigen Monaten massiv auf Talfahrt und die Geschwindigkeit der Talfahrt nimmt immer weiter zu. Es gibt kein Plateau, keine Abkühlung, keine kleine Konsolidierung: Nein, es geht richtig abwärts!

Die Parallelen zu 2000/2001 sind für mich sehr gut sichtbar: Schrott-Startups wie Uber und Lyft werden in höchster Eile an die Börse gebracht, mit einer irrwitzigen Bewertung. Es ist die Torschusspanik vor “Ladenschluss” noch seine Anteile am Markt abzuladen. Ob das gelingt oder nicht, selbst wirtschaftlich und technische erfolgreiche Unternehmen werden mit massiven Abschlägen bewertet, wie man z.B. bei Apple sehen kann.

Wirtschaftliche Entwicklung und Innovationen verlaufen in Zyklen und der aktuelle Zyklus wird 2019 ganze 10 Jahre alt und damit überreif für einen Korrektur bzw. einen Technologiesprung. “Wundertechnologien” wie Blockchain und AI sind überhypted und konnten den Hype ein paar Monate länger am Leben halten, aber konnten bis heute von keinem Marktteilnehmer wirklich monetarisiert bzw. geliefert werden. Keiner generiert damit nachhaltige, wirtschaftliche Vorteile z.B. durch gesteigerte Produktivität (Personalreduktion, Fehlerreduktion, gesteigerte Herstellungsgeschwindigkeit etc) . Selbst selbstfahrende Autos sind auf absehbare Zeit kein Business.

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Weihnachten ist Backup-Zeit!

Wer an den Feiertagen Zeit übrig hat, der sollte mal über Backups nachdenken. Zwar hat fast jeder von uns mittlerweile diverse Cloud-Storage-Accounts bzw. nutzt Services wie Dropbox oder Passwort-Managern für die alltägliche Sicherung wichtiger Dokumente und Zugangsdaten, trotzdem stellen diese nützlichen Services oftmals ein “single point of failure” dar und referenzieren sich teilweise selbst.

Das betrifft natürlich auch insbesondere die sehr nützliche Zwei-Faktor-Authentisierung, die man für gewöhnlich entweder auf dem Smartphone gespeichert hat, oder dafür Tokens/TANs via SMS zugestellt bekommt.Verliert man nun den Zugriff aufs Smartphone oder gar die SIM-Karte, ist man aufgeschmissen. Natürlich gibt es statische 2FA-Recovery-Codes, die man sich hoffentlich bei der Einrichtung im Passwortmanager seiner Wahl gespeichert hat. Der synchronisiert aber vermutlich mit einem Cloud-Dienst, der blöderweise gerade Geld von der Kreditkarte abbuchen wollte, die evtl. auch verloren gegangen (gestohlen worden) ist…

Ups und schon ist der Account gesperrt.

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Saturn und Mediamarkt (Ceconomy) sind dem Untergange geweiht! [Updated]

(update(s) am Ende)

Unter dem Namen “Ceconomy AG” sind die “Saturn” und “MediaMarkt”-Geschäfte mittlerweile eigenständig an der Börse notiert und operativ tätig. Neben Umsatzverlusten und Personalien sind auch die Kennzahlen schlecht. Aber das wäre alles nur für Spekulanten und Leerverkäufer interessant. 

Viel schlimmer sieht es im Alltag aus, als Kunde bei Saturn, wie ich jüngst erleben musste:

Durch die günstigen Black-Friday-Preise gelockt, bestellte ich am 22.11.2018 eine SSD und eine Festplatte für 227€ auf saturn.de und erhielt nach meiner Bezahlung über Paypal relativ zügig eine Bestätigung per Mail seitens Saturn:

Nun sind 5-6 Lieferzeit für solche trivialen Produkte schon ordentlich, aber bei den vorweihnachtlichen E-Commerce-Schnäppchen drückt man auch mal ein Auge zu: Black Friday dürfte sich auch in Deutschland zu einem “Hochlast-Tag des E-Commerce” entwickelt haben.

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Staubsauger, Wunder der Technik!

Nach dem Verbot von Glühfaden- und Halogenglühbirnen hat sich die EU auch für eine zweistufige Beschränkung des Stromverbrauches bei Staubsaugern eingesetzt. So ist das Inverkehrbringen von Geräten mit mehr als 900W Leistungsaufnahme mittlerweile verboten.

Man kann sich jetzt zu Recht über die autoritäre Regulierung “von oben herab” durch Verbote auslassen, ausnahmsweise geht es aber dieses Mal nicht primär um eine Kritik: Ich habe vor einigen Tagen einen alten Siemens Dino-E Staubsauger mit 1800W ersetzt – gekauft im Jahre 2000 während einer relativ kurzen Zeit, in der ich in Worms gewohnt habe — mein erster Staubsauger überhaupt.

Nun also habe ich mir einen der aktuellen Stiftung Warentest-Testsieger beschafft, nämlich den “Siemens Z 7.0 allergy plus” (VSZ7442S / Typ VBBS07Q8V0) für 170€ bei Amazon (Partnerlink). Die Lieferung erfolgte versandkostenfrei über Nacht per UPS durch einem Fulfillment-Dienstleister (SNCF Geodis) inkl. Flug von Köln nach München.

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Zensur, Wirtschaftlichkeit und Pornografie.

Die Mikroblog-Plattform Tumblr verbannt alle Blogs mit NSFW (not safe for work)-Inhalten ab 17.12.2018 von der Plattform. Die Hintergründe sind einerseits klar und andererseits vage: Tumblr wurde 2007 in New York gegründet und 2013 von Yahoo! übernommen, welches dann 2017 in Oath aufging. Oath besteht aus den operativen Assets von AOL und Yahoo!, welche vom Telefonkonzern Verizon 2015 bzw. 2017 übernommen wurden.

Tumblr war im Gegensatz zu andere Social Media Networks ziemlich divers, unreguliert und anonym. Solange nicht Gesetze verletzt wurden, konnte ziemlich alles veröffentlich werden, was dem Geschmack vieler Menschen und Regimen der Welt nie gepasst hat. Deshalb landete Tumblr schon vor Jahren auf den Filterlisten diverser “Schurkenstaaten”.

Die Monetarisierung von Tumblr war nur werbegetrieben und relativ überschaubar, weshalb der Verkauf an Yahoo! doch für Verwunderung sorgte: So viel Geld für eine schwer zu vermarktende Blog-Plattform? 

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Paketzusteller und die Grundlagen der Wirtschaft

In der Vorweihnachtszeit berichten die Medien wieder über E-Commerce-Kaufexzesse um den Black Friday herum: Es wird online bestellt, hauptsächlich bei Amazon, und Paketzusteller ersticken unter dem Sendungsvolumen. Die Arbeitsbedingungen seien brutal, die Bezahlung schlecht. Schuld sind “die da oben”, Lohndumper aus Osteuropa, Amazon, Kapitalismus oder man selbst, sofern man die Tür öffnet und eine unfreundlichen Amazon Logistics-Fahrer vor sich hat.

Verdi streikt seit einer Ewigkeit bei Amazon, ohne Ergebnisse. Die Forderungen sind trickreich, statt einfach nur mehr Gehalt wird eine andere Tätigkeits-Einstufung angestrebt und von Amazon verweigert.

Ist es wirklich so einfach?

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Der qualitative Untergang von Spiegel Online

Spiegel Online (SPON) war unverkennbar das journalistische Leitmedium im deutschsprachigen Web. Sehr früh gestartet, gehört es bis heute zu den populärsten deutschsprachigen Websites und Anlaufstelle für journalistische Berichterstattung. In Zeiten wachsender Konkurrenz, geringerer Werbeerlöse und allgemeiner Medienkritik hat sich SPON jedoch nicht für eine besonders tiefgründige Berichterstattung entschieden, sondern verfolgt in allen Bereichen eine durch Buzzfeed und Bild geprägte, reisserische Berichterstattung.

Hier ein paar Beispiele:

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Über Twitter

Seit 2007 betrieb ich einen (inoffiziellen) Twitter-Account in deutscher Sprache mit aktuell über 300.000 Tweets. Die letzten 3-4 Jahre waren allerdings ziemlich unbefriedigend, weil klar wurde, dass insbesondere “im deutschen Teil” fast nur Akteure aktiv sind, die eine Agenda setzen wollen:

  • Politiker, die ihr Parteiprogramm und ihre Person in gutem Licht darstellen wollen.
  • Unternehmen, die Twitter als Ausspiel-Plattform für PR nutzen.
  • (inoffizielle) Mitarbeiter von Unternehmen, die ihre Produkte verkaufen oder gesellschaftlich-politisch Einfluss nehmen wollen (Beispiele: Gewerkschaftler, Diesel-Gate-Relativierungen durch Mitarbeiter von Daimler, VW, Telekom etc.).
  • Rechts- und linksradikale Accounts mit der Absicht der Generierung von Stress, Aufstachelung, Irreführung und Volksverhetzung.
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Festnetz ist tot.

Festnetz als Basis für Telefonie ist tot: Voice-over-IP ersetzt bei DSL, VDSL und Kabel-Anschlüssen das traditionelle Analog- oder ISDN-Netz komplett. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt auf dem Festnetz einen Anruf getätigt habe, es muss aber vermutlich zu der Zeit gewesen sein, als ich zuhause noch ADSL hatte, also vor 10 Jahren.

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Münzgeld

Während wir heute alle am liebsten kontaktlos mit Karte bezahlen oder gleich alles online bestellen, so gibt es doch noch immer Dinge im Alltag, die zwangsläufig Münzen benötigen:

Als Nichtraucher meine ich natürlich Gemeinschafts-Trockner und -Waschmaschine im Waschkeller: Nur mit 50ct Münzen zu füttern und zwar mindestens 2 Stück pro Durchlauf/Vorgang.

Somit hat man schon den Bedarf von 8-10 50ct Münzen pro Woche (2-3 Ladungen waschen und trocknen), welche man nur noch schwer zusammenbekommt:

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StreetScooter und e.Go – Typisch deutsche Subventionsprojekte

Immer mehr Menschen, Unternehmen und Politiker haben erkannt, dass die internationale Konkurrenz in der E-Mobilität bereits deutlich an deutschen Herstellern vorbeigezogen ist: Auf der einen Seite steht Tesla, als hochpreisiges Luxusprodukt, auf der anderen Seite diverse chinesische Betriebe, die unfassbare Kapazitäten aufbauen und von der eigenen Regierung geschützt und gefördert werden.

Damit das deutsche Ego nicht zu arg darunter leiden muss, dass die lokalen Unternehmen technologisch abgehängt wurden, wird oftmals das Startup StreetScooter als “Angriff auf…” oder “Vorreiter der Elektromobilität” genannt. Zwei Professoren der RWTH Aachen schraubten auf Basis von Zulieferbauteilen und etwas Eigenentwicklung batteriebetriebene Kastenwägen in Kleinserie.

Die Fahrzeuge sind teuer, haben eine kurze Reichweite und sind ein typisches Orchideen-Projekt, wie es in Deutschland schon einige gab, z.B. das Projekt Hotzenblitz in den 1990ern:

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Wie man durch einen Kult die eigene Wirtschaft aufbaut (1 von 2)

Deutschland 1945. Entgegen vieler Überlieferungen sind viele Industrieanlagen nicht zerstört. Währen die Rote Armee in Ostdeutschland relativ viele Anlagen und Infrastrukturen zur Reparationen in die Sowjetunion bringen lässt, bleibt Westdeutschland relativ verschon. Ob Giftgas- oder Panzerfabrik – die Besatzungsmächte wollen das Land nicht untergehen lassen und geben nach der Demilitarisierung die Industriebetriebe zurück.

Aus IG Farben wurden wieder einzelne Gesellschaften wie Bayer, BASF, Hoechst – aus dem Rüstungsproduzenten Daimler mit 33.000 Zwangsarbeitern wieder ein ziviler Autobauer, ebenso wie aus Volkswagen. Hier hatte man mit 20.000 Zwangsarbeitern Kübelwagen, V1-Bauteile, Bomben und Flugzeugbauteile hergestellt.

Schon kurz nach 1945 war “alles vergessen”:

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Jonglieren mit der Motorsäge / Bitcoin

Zu einer gewissen Bekanntheit hat es Mr. Marcus/Mr. M auf der 5$-Plattform “Fiver.com” gebracht: Ab 5$ aufwärts produziert er Videoclips, in denen er u.a. mit einer Motorsäge jongliert und einen gewünschten Werbespruch aufsagt.

Natürlich hat er dafür jahrelang trainiert, ist ein Profi und weiß, was er tut:

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Natürlich gibt es immer ein Restrisiko, was er hoffentlich kalkuliert haben wird. Nun aber zum eigentlichen Thema: Zocken mit Bitcoin.

Ich halte weiterhin nichts von Bitcoin als “Währung”: Zu groß sind die technischen Defizite, zu schlecht die Skalierbarkeit, zu intransparent die Besitzverhältnisse, “Börsen” und “Miners”. Keiner weiß genau, wer wieviel Geld damit verdient, welche Mafiosis darüber ihr Geld waschen oder welche “Exchanges” ihre Kunden betrügen.

Trotzdem kennt der Bitcoin-Preis nur eine Richtung: Nach oben.

Wie kann man eine Blase ausnutzen? Durch Leerverkauf? Durch den späten Einstieg? Sollte man es überhaupt tun? Weiter nach dem Break!

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Die Dämonisierung Anton Schleckers

Am gestrigen Montag fand die Urteilsverkündigung im “Schlecker-Prozess” statt, Anton Schlecker und seine Kinder wurden verurteilt, teilweise auch zu Haftstrafen.

Die Berichterstattung darüber empfand ich allerdings als skandalös und niederträchtig. Insbesondere Ver.di, die SED/Linkspartei und Der Spiegel suggerierten in ihrer Berichterstattung, in Tweets und Pressemitteilungen, dass Anton Schlecker und seine Kinder dafür verantwortlich wären, dass 25.000 Geringqualifizierte ohne ohne Job dastünden — und jetzt deshalb (natürlich viel zu gering…) bestraft worden wären.

Das ist natürlich vollkommener Blödsinn. Schlecker selbst war Unternehmer ohne Haftungsbegrenzung, er hat mit teils fragwürdigen Methoden ein Imperium aufgebaut, dass wirtschaftlich nicht überleben konnte. Kein anderer Einzelhändler hat sich solche unrentablen Filialen ans Bein gebunden, so schwach frequentierte Standorte überhaupt angeschaut.

Schlecker hat das Unmögliche versucht:

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Akku-Tausch bei einem 15″ Retina Macbook Pro (Late 2013)

Mit den Unibody-Geräten begann Apple das Verkleben von Akkus mit den Gehäusen um den verfügbaren Platz besser nutzen zu können – seitdem ist aber ein Batteriewechsel nur noch schwer möglich.

Zwar bin ich nun gerade auf einen neuen 5K iMac umgestiegen, aber das alte Macbook Pro ist noch gut in Schuss und lag hier die meiste Zeit der letzten 3,5 Jahre nur auf dem Schreibtisch und bespielte ein externes 27″ Display.

Immer am Netzteil angeschlossen war der Akku so gut wie nie benutzt worden, hatte laut System-Profiler gerade mal 20 Zyklen hinter sich und sollte in einem guten Zustand sein.

Sollte.

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Kein Mitleid mit AirBerlin-Angestellten

Jedem Mitarbeiter von AirBerlin muss seit Jahren klar gewesen sein, dass das Unternehmen nicht ordentlich wirtschaftet. Milliardenverluste, immer neue Vorstände und Restrukturierungsmaßnahmen waren am Jahresende immer eines: Nicht erfolgreich.

Im Gegensatz zu den “Schleckerfrauen”, die meist keine andere Job-Angebote, Erfahrung oder Ausbildung hatten, sind doch die meisten Mitarbeiter von AirBerlin mindestens mit Abitur oder sogar einem Hochschulstudium ausgestattet. Da muss man dann bitteschön auch Verantwortung übernehmen, für sich und die Familie!

Jedes Unternehmen muss in Deutschland und in UK eine Bilanz veröffentlichen – für jeden einsehbar. Börsennotierte Aktiengesellschaften haben darüberhinaus noch weitreichendere Veröffentlichungspflichten, insbesondere ab einer gewissen Größe bzw. Handelssegment:

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Tesla: Geniale Autos, fragwürdiges Investment

Im Zuge des Diesel-Betruges und der sich abzeichnenden kartellartigen Struktur der deutschen Autoindustrie, der gezielten Einflussnahme auf Politik und vice versa, nutze ich aktuell jede Gelegenheit Werbung für Tesla zu machen.

Hierbei geht es mir darum, die immer wieder vorgetragenen Argumente, warum Elektroautos nicht funktionieren, zu entkräften. Die Einwürfe sind immer gleich strukturiert und fadenscheiniger Natur: Akku explodiert angeblich, hält nicht sehr lange, lädt bei Minusgraden nicht, Laden dauert zu lange, “wenn jeder ein E-Auto hätte, würde das Stromnetz zusammenbrechen” usw. usf.

Das sind einfach Bullshitargumente.

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Social Overkill

In unserer Zeit geniessen viele NGOs einen Status als Heiligtümer, der sogar Mutter Theresa zu übertreffen scheint. Aber unsere Welt verändert sich, was passiert dann?

Konstruieren wir einmal ein abstraktes Beispiel: Ihr habt als Wissenschaftler einen Verdacht, dass ein bestimmter Baustoff starke Gesundheitsschäden verursacht, jedoch könnt ihr mit Brandbriefen an Unternehmen und Politiker keine umgehende Lösung erreichen. Ihr entschliesst euch also dazu, ein NGO zu gründen:

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Helmut Kohl

Helmut Kohl war wohl der einzige Deutsche des letztens Jahrhunderts, der Millionen von Menschen die persönliche Freiheit gebracht und für die wirtschaftliche, politischen und freiheitlichen Rechte aller Europäer eingestanden ist.

Als Teenager kannte ich nur einen Kanzler: Helmut Kohl. Und die üblichen linken Jugendlichen konnten seine Abwahl 1998 nicht mehr erwarten. Dabei wurde aber vergessen, was Helmut Kohl in Verhandlungen mit den Alliierten einerseits, davor und danach aber auch beim Projekt EU geleistet hat.

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Plan für eine eine Karriere in der IT-Welt.

Seit meinem Quereinstieg 1999 hat sich sehr, sehr viel in der Branche getan. Viele Menschen, Technologien und Trends habe ich kommen und gehen sehen, viele auch schlicht verpasst. Weder bin ich Multimillionär noch besitze ich Häuser. Der folgende Plan ist daher absolut nicht neutral oder aus der Sichtweise eines “Gewinners” sondern  aus meiner rückblickenden Sichtweise und dementsprechend stark subjektiv und nicht 1:1 übertragbar, sondern soll meine Erfahrungen und Erkenntnisse beschreiben.

Ich würde es jedenfalls heute so versuchen:

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Elektromobilität, insbesondere in Städten

Tesla hat mit dem Model S bewiesen, dass man durchaus heute ein 100% elektrisch fahrendes Mittelklasse Auto herstellen und fahren kann, wenngleich die Preise noch immer sehr hoch sind und Tesla hochgradig defizitär arbeitet. Aber der Beweis ist erbracht, dass es beim jetzigen Stand der Technik möglich ist, auch über Kleinserien hinaus. Aber es gibt einige Aspekte, die mich beschäftigen und die ich hier mal aufschreiben möchte:

Wirtschaftlichkeit

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Wirtschaftlichkeit und Web-Entwicklung

Nichts veränderte sich in den letzten Jahre so schnell und radikal wie der Bereich Webentwicklung. Zuerst Perl, dann PHP, dann etwas Ruby, heute JavaScript. Jedem Technologiesprung wurden diverse Gründe nachgesagt und in vielen Fällen war auch relativ schnell erkennbar, dass sich die neuen Tools im Einsatz auszahlen: Schnellere, bessere Entwicklung, optimierte Betriebskosten. Gerade der Hype um Ruby on Rails war auch sehr stark von Entrepreneurship geprägt, also dem Gründergeist ein wirtschaftlich tragbares Unternehmen aus eigenen Kräften aufzubauen, so wie es der “Erfinder” DHH tat.

Der Schritt zu JavaScript im Frontend wurde hingegen mit nicht schlüssigen Begründungen gepusht: Alles asynchron, schnellere Ladezeiten, “eine Sprache für alles”, mehr Traffic mit weniger Hardware erreichbar – alles nicht wirklich messbar oder für die wenigstens Unternehmen relevant, ausser man hat die Größe von Google oder Facebook. Der mit dem Wechsel im Frontend einhergehende Wechsel im Nutzerverhalten in Richtung Mobiltelefone und Tablets inklusive diverse Appstores (“Walled Gardens”) hat die wirtschaftliche Bedeutung des Webs als Plattform aber gleichzeitig sinken lassen:

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Populismus und wie man davon profitieren kann.

Die Populisten und Menschenfänger treffen in allen Ländern auf willige Wähler, auf gekränkte Loser, die sich an “denen da oben” rächen und “das ganze wieder in die eigene Hand” nehmen wollen. Am Ende stehen Anschläge auf Wenigerprivilegierte und die Infragestellung von grundgesetzlich garantierten Menschenrechten.

Trumps Wahl sehe ich etwas differenzierter als die Wahlsiege der Nationalisten in vielen europäischen Ländern. Donald J. Trump ist hochflexibel, was in der Wirtschaft und generell kompetitiven Bereichen als ein Feature gesehen wird, ist im idealistischen Bereich (ob links oder rechts) eine große Schwäche. Trump hat jedenfalls das Menschenfänger-Muster erfolgreich durchgezogen und auf der anderen Seite waren Sanders und später auch Clinton oftmals auch nicht bereit, ansprechende Argumente für eine Versachlichung zu bringen — jedenfalls wurden diese nicht angenommen. So wurde im Wahlkampf dann aus der egomanischen Rampensau Donald J. Trump ein “steuerhinterziehender Nazi”…

Hier nun ein Beispiel, wie man wirtschaftlich davon profitieren konnte:

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Immobiliengewinne sind sicher!

Um einen wirtschaftlichen Vorteil zu erlangen, muss man einen “Edge” realisieren, also einen Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. Der Edge kann z.B. ein günstigerer Wareneinkauf, höherer Verkaufspreis, höhere Auslastung oder reduzierte Kosten sein (ggü. der Konkurrenz).

In seltenen Marktphasen, die ich gerne als Anomalie bezeichne, ist dies für eine kurze Zeit auch ohne oben genannte Aspekte möglich: Man hat ein neues Produkt geschaffen, für das es keine Konkurrenz aber eine hohe Nachfrage gibt, oder man stellt Güter her, die durch Sondersituationen extrem nachgefragt und teuer geworden sind. Oder es gibt einen (rational-irrationalen) Boom, der kurzfristig alle Teilnehmer profitieren lässt (Bubble).

Wir sehen aber nun schon seit Jahren eine negative Zinsentwicklung in Europa, mit der die EZB und die Politik versucht, risikoarme Geldanlagen möglichst zu entwerten und die Inflation indirekt anzukurbeln: Eine steigende Inflation bedeutet auch, dass Zinszahlungen für die nach 2009 gestiegenen staatlichen Verbindlichkeiten (Griechenland, Italien, Spanien, Irland, …) im Endeffekt nicht mehr so gravierend sind und “einfacher” bedient werden können.

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Monstermaschine

Meinen ersten Rechner habe ich 1997 geschraubt — meinen bisher letzten in 2006. Die Umstellung von Linux auf OSX und Apple-Hardware in 2006 und die Umstellung auf Dedicated- bzw. Cloud-Hosting haben es lange Jahre nicht erfordert, selbst Hand an Hardware anzulegen.

Doch weil  Apple seit Jahren keine ordentliche Arbeitshardware mehr im Angebot hat — Mac Pro ist ein teurer Witz, Retina Macbook Pros seit fast 3 Jahren ohne grundlegende Aktualisierung — trug ich schon einige ganze Weile den Wunsch in mir, hier mal etwas ordentliches zu bauen.

Im Idealfall wäre ein Hackintosh herausgekommen, aber eigentlich möchte ich auf ein mobiles Apple-Notebook nicht verzichten und hoffe auf baldige Vorstellung aktualisierter Nachfolger. Viele meiner beruflichen Tätigkeiten bestehen heutzutage aus DevOps-Tätigkeiten, erfordern virtuelle Maschinen oder Docker. Und genau hier gibt es die größten Performance-Problem auf dem Mac, weil selbst VMWare Fusion eine miserable IO-Performance hat, vom knappen RAM (16GB) in den Geräten mal abgesehen.

Per SSH auf einem Linux-Zweitsystem zu arbeiten oder mittels test-kitchen und docker-machine auf eine Build-Machine auszulagern, sind hierbei kein Problem (Gigabit-Ethernet, SSD…). Ein Auslagern in die Cloud oder auf dedizierte Systeme sind wegen der asymmetrischen Bandbreiten in Deutschland keine Option: Selbst mit 12 Mbit/s dauern 2-3 GB Upload viel zu lange für einen Testlauf, den man pro Stunde ein paar Mal ausführen möchte, weiterhin hätten es meine Kunden sicher nicht gerne, würde ich privaten Sourcecode bzw die notwendige Build-Umgebungen auf irgend einem Lowcost-Hosting-System hosten, welches 24/7 von aussen erreichbar wäre und mich auch locker 120-150€ im Monat gekostet hätte.

Und so ging ich auf die Suche nach dem passenden System und wurde bei LGA-2011-3-XEON-Mainboards fündig.

Aktuell schaut das System so aus:

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