Zum Inhalt springen

Post von Roland Beiträge

Provider Independent IPv4-Netz

In den letzten 25 Jahren wurden IP-Netze von regionalen Internet Registries (RIR) nach Bedarf zugewiesen. In Europa ist das RIPE in Amsterdam seit circa 1992 dafür zuständig, seine Mitglieder (LIR, Local Internet Registries) damit zu versorgen. Nachdem die verfügbaren IPv4-Adressen zur Neige gingen, wurden immer striktere Vergabeordnungen beschlossen. Aktuell gibt es meines Wissens nur noch einmalig ein Assignment (Zuteilung) für zahlende Neumitglieder. Weitere Adressen sind nur noch auf dem Sekundärmarkt (gegen Cash) von anderen Providern oder Nutzern zu erwerben.

Assignments sind üblicherweise dann an ein LIR gebunden, die es für die Dauer eines Vertrages wiederum an ihre Kunden zuweisen. Jeder, der irgendwo eine Website oder Server betreibt und dann umzieht, kennt das Spiel: Neuer Provider bedeutet neue IP-Adressen.

1 Kommentar

LED-Heizung?

Heute habe ich eine 13 Watt LED-Lampe der “Marke” TIWIN (2015 bei Amazon bestellt) ausrangiert. Zwar war bin ich mir nicht sicher, ob die Leuchtleistung wirklich nachgelassen hat oder ich es mir nur einbilde, aber das Plastikgehäuse wird nach knapp einstündigem Betrieb über 70° warm.

Einen Kommentar hinterlassen

Brexit-Dilemma und Berichterstattung

Gleich vorab: Ich halte den Brexit für eine Schwachsinns-Idee, aber die Bürger Großbritanniens haben sich in einer demokratischen Abstimmung dafür ausgesprochen.

In den ersten Tagen nach der Brexit-Abstimmung war diverse emotionale Artikel in deutschen Medien sicherlich angemessen, schliesslich ist die Europäische Union ein monumentales Projekt unserer Zeit zur Friedenssicherung, das bisher relativ gut funktioniert hat. Doch mittlerweile muss man sich schon fragen, was die täglichen Shitposts auf Spiegel Online noch für einen Zweck erfüllen sollen:

Es wird z.B. abfällig über Theresa May geschrieben, man prophezeit den Weltuntergang der Insel und wird nicht Müde, damit alle Briten über einen Kamm zu scheren.

4 Kommentare

Junkfood und Service-Hölle am Mittag

Einer der wenigen Nachteile von Remote/Home-Office-Work ist bei mir die Mittagspause: Es gibt hier in der Nähe keine schnellen günstigen Restaurants und mehr als eine Stunde Mittagspause kann und will ich mir meistens auch nicht leisten. Schwingt man selbst den Topf und bereitet sich etwas zu, ist man aber auch schon mindestens 30-45 Minuten beschäftigt ausser man bereitet schon alles am Morgen pfannenfertig zu (Backofen vorheizen und Fertigpizza backen geht auch nicht unter 25 Minuten zzgl. Verzehr).

Mittags zu fasten und Abends selbst zu kochen, scheidet bei mir auch aus, weil ich dann nur schlecht schlafen kann und oft Sodbrennen bekomme.

Bleiben also die Lieferdienste übrig, die sich mittlerweile den Vermittler- und Zustell-Oligopolen ergeben haben:

Einen Kommentar hinterlassen

Schubkarrenweise Geld – Folge 2

Nach meinem Rant über Unternehmen, die in AWS die Lösung ihrer selbstgemachten Probleme sehen, gibt es nun den zweiten Teil. Er befasst sich mit der öffentlichen IT-Infrastruktur aus Anlass der heutigen Meldung, dass die Bundesrepublik Deutschland rund drei Milliarden Euro pro Jahr für externe IT-Berater ausgibt und alleine 47 Millionen Euro für ein lächerliches Bürgerportal, was dazu auch noch 4 Jahre bis zur Fertigstellung benötigen soll.

Die Gründe, warum unser Staat technisch bankrott ist, sind naheliegend: Einheitstarife benachteiligen begabte und hochqualifizierte Personen der IT-Branche: Sie verdienen ausserhalb weit mehr interessieren sich einen Scheiss für Red-Tape, Stempeluhr und den Verwesungsgeruch eines bürokratischen Monsters.

Die trotzdem dort beschäftigten IT-Entwickler, Admins und Projektleiter sind also auf dem freien Arbeitsmarkt nicht fündig geworden oder verstehen bis heute die Grundlagen der Marktwirtschaft nicht. Sie ordnen sich masochistisch der Bürokratie unter oder schalten während ihrer Arbeitszeit die Birne ab, schliesslich sind sie so gut wie unkündbar.

Die Lösung erscheint simpel:

Einen Kommentar hinterlassen

Wie bei AWS der Lock-In funktioniert und wie man damit schubkarrenweise Kohle macht.

AWS dominiert den Markt, fokussiert aber überwiegend auf Versager-Kunden, was man wunderbar an der Dokumentation und dem Tooling erkennen kann. Doch der Reihe nach:

1. Köder auslegen

AWS stellt ein neues Feature vor. Aufwändig wird dies auf eigenen Veranstaltungen, in Livestreams, Trainings, “User-Groups” und durch eigene Mitarbeiter auf allen Kanälen beworben. Prägnant und mit bunten Bildern wird das neue “Killerfeature” vorgestellt: Mit 3 Klicks zum fertigen hyperkonvergenten Cluster! Hier 3x Klicken und ausfüllen und UP YOU GO! SERVERLESS HYPERSCALE.

2. Opfer beissen an.

Einen Kommentar hinterlassen

Energiemessgerät PR10-C aus China

Nach einem 15€ Low-End-Modell von Conrad habe ich mich in Asien umgeschaut. Die Wahl fiel bei AliExpress am 32.12.2018 auf das PR10-C EU16A Energiekostenmessgerät. Mit 40€ für China-Ware relativ hochpreisig, dafür mit beleuchtetem 65k-Farben TFT-Bildschirm.

Anfang dieser Woche kam die Sendung per Post hier an (= 3 Wochen Lieferzeit), Verpackung und Produkt sind einwandfrei und wirken sehr hochwertig.

Insbesondere die Bildschirmbeleuchtung vermisst man bei den hier am Markt erhältlichen Geräten der der 20-30€ Klasse und auch die teuren “Spitzenmodelle” von ELV, Conrad und anderen Verdächtigen liegen weit über 40€. Da sticht natürlich eine 2,4″ TFT-Anzeige für 40€ deutlich heraus.

Bevor ich nun ein paar Photos zeige, möchte ich auf diesem Wege noch die Bundespolizisten der Post-Zollämter grüssen, die schon seit einigen Monaten jede Prüfung und Rechnungsanforderung eingestellt haben. Mehrfach wurden Sendungen über 25€ deklarierter Ware einfach durchgewinkt um sich der Bekämpfung von Rauschgift und internationalem Terrorismus zu widmen (nehme ich mal an). Da ich insbesondere die Einplatinencomputer/Gadget/USB/NVMe-Gehäuse und anderen Elektronik-Kram sowieso beruflich nutze, hätte ich mir die Einfuhrumsatzsteuern aber auch wieder zurückgeholt.

Hier nun Photos:

Einen Kommentar hinterlassen

GitHub ist mittlerweile digitales Astroturfing

Die auf GitHub populären Frameworks und Sprachen der letzten 5 Jahre sind allesamt von Konzernen gelenkte Entwicklungen, die die Zukunft dieser Konzerne sichern und gegen disruptive Konkurrenten schützen soll.

Waren proprietäre Sprachen und Frameworks schon immer in allen Bereichen der Branchen präsent und verbreitet, so war dies fast immer auf Teilbereiche beschränkt: .Net auf Windows, Java für Enterprise-Anwendungen, Objective C für Macintosh. Dominierende OpenSource-Projekte der 1990er und 00er Jahre wie Perl, PHP, Python und Ruby waren allesamt “wirkliche” OpenSource-Projekte einzelner Menschen und Unternehmen, ohne dass dort zwangsläufig eine absolute Dominanz ersichtlich war. Das lag natürlich auch an der auf (zugegeben sehr große) Teilbereiche der Software-Entwicklung. Wer Entscheidungen von Zend, der “PHP Company” nicht mittragen wollte, hatte ausreichend Alternativen ohne nennenswerte Nachteile.

2 Kommentare

Regierung missachtet Pflicht zum Bau von Ladesäulen für Elektroautos

Spiegel Online berichtet darüber, wie Minister Altmaier erneut der Elektromobilität einen Bärendienst erweisen möchte. Man spürt den Kadavergehorsam gegenüber der Auto-Lobby regelrecht, denn weil die allermeisten Autobesitzer keine 50 Kilometer pro Tag fahren,…

Einen Kommentar hinterlassen

OpenRA: Command & Conquer Red Alert

Seit einigen Jahren gibt es ein OpenSource-Remake des populären C&C Red Alert-Games. Unter OpenRA.net ist das Spiel für alle möglichen Plattformen (Linux, macOS, Windows) gratis zum Download verfügbar. Neben RA wurden auch Dune 2000 und Tiberian Dawn als Mods implementiert und können auf öffentlichen Servern (ohne Registrierung) gegeneinander gespielt werden.

Neben des C&C-Gameplays und liebevoller 90er-Jahre Grafik ist auch der Teamchat genau auf dem Niveau der vergangenen Zeit: Politisch unkorrekt und teilweise auch aggressiv trollt und spielt man, wie in alten Zeiten. Erfahrene Spieler tarnen sich als Newbies, Newbies ruinieren Multiplayer-Matches… lautstarke Trump-Trolle trollen andere lautstarke Trump-Trolle. So wie das Leben eben spielt.

Einen Kommentar hinterlassen

M-net vor dem Untergang?

Meine wiederholt geäusserte Kritik an M-net, den SWM und der SPD-Oberbürgermeister Münchens, wird immer aktueller. Wohl wegen Missmanagements hat sich bei M-Net ein Fehlbetrag von 100 Millionen € gesammelt und jetzt müssen die kommunalen Gesellschafter (die über ihre kommunalen Stadtwerke indirekt Gesellschafter von M-Net sind) schnell frisches Steuergeld nachschiessen um den Untergang noch abzuwenden oder hinauszuzögern.

Einen Kommentar hinterlassen

5G wird im “Tagesspiegel” hinterfragt

Mit etwas Genugtuung nehme ich die aktuelle Berichterstattung des Tagesspiegels zum Thema 5G-Ausbau zur Kenntnis. Ich hatte ja schon vor einigen Wochen darüber ge-rant-tet, wie Industrie und Politik hier auf Kosten der Steuerzahler den Ausbau pushen und wie naiv manche Journalisten auf diese Aktivitäten reingefallen sind (am Beispiel Spiegel Online).

Andererseits halte ich es nicht für klug, gesundheitliche Aspekte als Hauptargument/Aufzieher gegen 5G anzuführen. Nicht zuletzt im Bereich Ernährung gab es in den letzten 25 Jahren so viele Meldungen hinsichtlich “nachweisbar gestiegene Krebsrisiken durch X”, aber gleichzeitig auch ein Unverständnis über reale, absolute Risiken einer Erkrankung. Beispielsweise bei Dingen wie Fleischverzehr, Acrylamid oder Alkohol.

Übertriebene Berichterstattung kann durch einfaches in Relation setzen mit anderen Risiken des Lebens unterminiert werden. Über die engsten Beziehungen zwischen Herstellern, Netzbetreibern, “Forschungsvereinen” und Politik wird dann auch nicht mehr gesprochen. So gesehen lädt der Tagesspiegel-Bericht zum klassischen Agenda-Cutting (Link geht zu einem Anbieter von Agenda-Cutting) ein.

Einen Kommentar hinterlassen

IT-Schland und Hybrid-Access am Beispiel von MPTCP

Access-Provider der westlichen Welt plagen ähnliche wirtschaftlichen Problem beim Thema Breitband: Einerseits sind hohe IP-Access-Bandbreiten erwünscht, andererseits ist der Ausbau teuer und deshalb wirtschaftlich selten darstellbar. Und dann wollen die Leute nicht nur zuhause sondern auch unterwegs hohe Bandbreiten nutzen und Investitionen in die Mobilfunknetze müssen in relativ kurzen Abständen wieder verdient werden, denn sie verlieren rasch an Wert.

Parallel verlegt man aufwendig Lichtwellenleiter (Glasfaser) immer näher zum Kunden (VDSL, Vectoring, FTTC) oder gleich ins Haus/Wohnung (FTTB/FTTH). Trotzdem gibt es in jedem “Vorzeigeland” Regionen, in denen das auf absehbare Zeit nicht passieren wird. Sogar in der Schweiz, in Frankreich und in den Niederlanden.

Schon vor Jahren kam man deshalb auf die Idee, die verfügbaren Zugangswege (also Festnetz und Mobilfunk) zu bündeln und dadurch Kunden in diesen Regionen gesteigerte Bandbreiten anzubieten. Leider ist das nicht so einfach, wenn zwei oder mehr Transportwege sich in vielen Parametern unterscheiden (Latenz, Bandbreite, Nutzungsspitzen, Zuverlässigkeit).

In Deutschland gibt das Unternehmen Viprinet, dass eine proprietäre, closed-source Lösung mit eigener Hardware verkauft und damit seit Jahren auf Unternehmenskunden zielt. Die Telekom hat seit ein paar Jahren eine technisch eher schwache Lösung (auf GRE-Basis) am Start, die – soweit ich mich erinnere – von Huawei entwickelt wurde.

Wohingegen an der katholischen Universität in Löwen (Louvain) in Belgien seit über 10 Jahren an einem offenen Standard und offenen Implementierung gearbeitet wird. Der führende Entwickler ist seit Jahren bei Apple tätig und hat dort das von ihm mitentwickelte MPTCP (multipath TCP) in iOS implementiert. Siri als Anwendung setzt beispielsweise seit iOS 7 darauf um dynamisch WiFi und 4G zu bündeln.

Einen Kommentar hinterlassen

Spulenfiepen beim ThinkPad-Netzteil

Als ich in der vorweihnachtlichen Zeit spät am Abend noch am Gerät saß, nervte mich ein pulsierendes Fiepen welches ich auf das 65W USB-C-Netzteil des ThinkPads zurückführen konnte. Hier eine Audio-Aufnahme:

Der freundliche und umgehend antwortende Lenovo-Support auf Twitter konnte mich nur an den deutschen Kundendienst (Telefon) verweisen, was ich grundsätzlich so weit wie möglich vermeide.

Einen Kommentar hinterlassen

3-Day

Die Landung der ersten für den europäischen Markt gefertigten Tesla Model 3 an Europas Westküste ist absehbar. Gut informierte Kreise haben ermittelt, dass der Autotransporter GLOVIS CAPTAIN den Hafen von San Francisco mit tausenden Model 3 an Bord verlassen hat und sich gerade mit Kurs auf den Panama-Kanal auf Höhe von San Diego befindet. Die Löschung wird vermutlich in Zeebrügge erfolgen, wie die DVZ im Dezember bereits berichtet hat.

InsideEVs hat Photos von der Beladung, den Verlauf der Fahrt kann man zum Beispiel über Vesselfinder oder MarineTraffic verfolgen. 

1 Kommentar

WiFi-Calling, Evolved Packet Data Gateway und Google DNS

Im Rahmen meiner VPN-Aktivitäten musste ich leider feststellen, dass mein iPhone bei aktivem WireGuard VPN kein WiFi-Calling mehr durchführt. Hierbei wird normalerweise ein IPSec-Tunnel zum Provider aufgebaut, über den dann ausschliesslich Telefonie-Dienste laufen und der vor dem Benutzer “verheimlicht” wird. Auf iOS ist das ganze auf eine simple “ein/aus”-Option reduziert und vermutlich abhängig vom Providerprofil und der SIM-Karte.

Die technische Grundlage dafür ist im 3GPP-Standard festgelegt und wird z.B. hier näher beschrieben. Der Abschnitt “Untrusted 3GPP Wi-Fi access” beschreibt den Anwendungsfall. Wer es ganz offiziell und ausführlich mag, wird hier fündig.

Interessanterweise sind die VPN-Endpunkte schön via DNS zu ermitteln, einfach den MCC und die MNC für das gewünschte Netz anpassen und abfragen (Link zum GSMA-Standard IR.67). Hier das Beispiel Vodafone (002) Deutschland (262):

Einen Kommentar hinterlassen

WireGuard und die öffentliche Sicherheit

Während deutsche Politiker aller Parteien, Journalisten und viele Bürger laufend und mit größter Motivation ihre Unkenntnis und Unfähigkeit hinsichtlich IT und IT-Sicherheit zur Schau stellen, setzt sich in den USA bereits ein Senator dafür ein, dass die öffentliche Verwaltung die bisher eingesetzten, als komplex und veraltet geltenden VPN-Lösungen IPSec und OpenVPN durch WireGuard ersetzen soll.

Senator Ron Wyden (D) aus Oregon ist bereits 69 Jahre alt und hat sich in der Vergangenheit auch schon kritisch über die Aktivitäten von ZTE/China und das Thema Wahlbeeinflussung durch Hacks geäussert.

Seine Bitte an das NIST, das National Institute of Standards and Technology, WireGuard als Option für den Regierungs- und Verwaltungseinsatz zu evaluieren, kann man sich hier ansehen. (PDF Original)

1 Kommentar

Multichannel LoRa-Gateways

Damit von LoRa-Nodes abgesendete Nachrichten auch ankommen, braucht es Gateways. Diese leiten die per Funk empfangenen Nachrichten weiter per TCP/IP zur weiteren Verteilung und Verarbeitung, ob in einem eigenen LoRa-Netz, einem kommerziellen LoRa-Netz oder einem Hybridmodell, wie es “The Things Network” betreibt.

Um über längere Distanzen und unterschiedliche Topologien senden zu können, gibt es diverse Funkkanäle und Sendearten, konkret “Spread Factors”, die ein standardkonformes, vollwertiges Gateway gleichzeitig empfangen und verarbeiten können sollte. In Deutschland/Europa, bei dem hauptsächlich der Frequenzbereich um 868 MHz für LoRa genutzt wird, sind es letztlich 8 relevante Kanäle (dazu kommen noch zwei Kanäle für höhere Senderaten, die aber bei IoT vermutlich keine Rolle spielen und wegen der Kanalbeschränkung auch nicht sonderlich skalieren würden).

Single-Band-Gateways sind schon für 20-30€ zu bekommen, vollwertige Gateways kosten aber sehr viel mehr. Neben diversen DIY-Lösungen auf Basis eines Raspberry PI und eines Funkmoduls, gibt es auch fertige Gatways zu kaufen. Hier eine (unvollständige) Aufstellung:

Einen Kommentar hinterlassen

LoRa und LoRaWAN in Ulm

Die LoRa/LoRaWAN-Community in Ulm ist ziemlich aktiv und erfolgreich: Schon vor 2 Jahren gelang es dort lokale Unternehmen mit ins Boot zu holen und zusammen mit dem Projekt Ulm Digital finanziell die Grundlage für den Bau eines stadtweiten Gateway-Netzes im TheThingsNetwork-Netz zu legen. Hierbei werden die von IoT-Devices per Funk gesendeten LoRa-Nachrichten an Gateways aufgefangen und über TCP/IP weitertransportiert und dann dem eigenen TTN-Backend zugestellt. Von dort aus werden die Nachrichten dann an die jeweiligen Anwendungs-Endpunkte verteilt.

Die Abdeckung des Stadtgebietes wurde unkonventionell vermessen:

Einen Kommentar hinterlassen

“oui Unknown”

Wer tcpdump verwendet, wird sich täglich über die Ausgabe “(oui Unknown)” ärgern. Hierbei geht es um den “organizationally unique identifier” einer MAC-Adresse, also den Hersteller des Gerätes bzw. Interfaces. Die Zuordnung eines Präfixes und Verwaltung dieser laufend wachsenden Liste unterliegt der IEEE und ist mit Gebühren verbunden.

Das Abrufen der gesamten Liste ist noch gratis…

… doch leider hat die IEEE die Adresse der Liste geändert (vermutlich schon in 2015), sodass sämtliche Bordmittel verbreiteter Linux-Systeme zur Aktualisierung nicht mehr funktionieren, beispielsweise das Aktualisierungs-Script des “ieee-data” Packages in Debian, das zudem der motivierte Debian-Betreuer des “aircrack-ng” Paketes auch statt der lange aktualisierten upstream-Version von “airodump-ng-oui-update” einsetzt…

Einen Kommentar hinterlassen

Fahndung nach MAC-Adresse

Die Polizei Brandenburg sucht aktuell den Eigentümer eines Gerätes mit der MAC-Adresse f8:e0:79:af:57:eb als Tatverdächtiger in einem Erpressungsfall.

Wäre ich Ermittler beim Brandenburger LKA, ich hätte mir 100 Raspberry PIs besorgt, darauf Kismet installiert, diese mit Powerbanks quer über das Land verteilt (oder fliegend in Polizeifahrzeuge verbaut) und würde mir sämtliche Daten in der Cloud sammeln und auswerten. Der Aufwand hierfür liegt im niedrigen fünfstelligen Bereich, mit 3G/4G Upstream etwas höher.

Einen Kommentar hinterlassen

Eine Flasche Metadaten #2 (WiFi-Probes)

(Hier geht es zum ersten Teil)

Letzten Sonntag nutzte ich nun etwas Freizeit, um einen Prototypen zu entwickeln, der auf WiFi-Probe-Sniffing aufsetzt: Jedes Smartphone, jeder PC, jeder Spionagelautsprecher sendet, sofern keine existierende WLAN-Verbindung vorhanden ist, laufend so genannte “Probes” aus: Anfragen nach bekannten Funknetzen, zu denen bereits in der Vergangenheit erfolgreich eine Verbindung aufgebaut werden konnte.

Einen Kommentar hinterlassen

Robert Habeck macht alles noch schlimmer.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Oder wie es beim Fussball üblich ist: Der gefoulte schiesst nicht selbst den Elfmeter.

Robert Habeck wurde, wie einige andere Politiker und Social-Media-Leute, Opfer einer Cracker-Attacke. Vermutlich eine Person hat sich Zugang zu diversen Accounts beschafft, ob Social Media (Twitter/Facebook), Mail oder Cloud-Speicher. Soweit man weiss, haben die Betroffenen dort weder verfügbare 2-Faktor-Authentisierungen genutzt, noch sonstige Vorkehrungen getroffen, um solche Attacken durch Selbstschutz zu verhindern (sichere, lange, einfach genutzte Passwörter – zB mittels Passwortmanager).

Nun sind also persönliche Daten und teilweise auch Dinge aus dem familiären Umkreis veröffentlicht worden und die Betroffenen leiden, gut nachvollziehbar, unter einem Trauma (ähnlich Einbruchs- oder Überfallsopfer).

Es macht die Sache auch nicht besser, dass selbsternannte Netzpolitiker wie Konstantin von Notz (Grüne) zu den stark betroffen gehören, wo man doch vielleicht gerade von ihnen etwas mehr Sorgfalt im digitalen Alltag erwarten hätte können?

1 Kommentar

Produktempfehlung für RTL-SDR

(RTL steht für den verwendeten Chipsatz RTL2832U (und weitere), SDR steht für “Software Defined Radio”, also ein per Software gesteuertes/implementiertes Radio, d.h. der Hardware-Tuner liefert nur Rohsignale, die Demodulation/Verarbeitung erfolgt ausschliesslich in Software. Die “Entdeckung” der Zweitnutzung handelsüblicher DVB-T USB-Empfänger hierfür geht u.A. auf das Osmocom Projekt zurück)

Nach ersten Versuchen mit einem “billigen” (ca 15€) China-Restposten-DVB-T USB-Stick mit R820T Tuner habe ich etwas Geld in die Hand genommen und mir über Amazon.de den NooElec NESDR SMArTee XTR inkl. Zubehör besorgt.

Der dort verbaute E4000 Tuner kann noch ein etwas breiteres Spektrum inkl. ~1800 MHz empfangen, als die sonst üblichen R820T/T2 Tuner, allerdings mit einem “Loch” im Bereich von ADS-B, ist dafür also nicht geeignet. Im Lieferumfang sind ein Magnetfuss und drei Antennen-Aufsätze enthalten.

Während ich mit dem bisherigen “Billo” RTL2832U R820T im “alten” 900MHz-GSM-Frequenzbereich gerade mal 2 Base Stations empfangen konnte, schaffe ich mit dem Nooelec (Link zum Hersteller) deutlich mehr:

2 Kommentare

Edeka’s Netto-Online: Erste und letzte Bestellung

Update 2 (10.1.2019)

Da ich auch bis zum 7.1.2019 um 14:30 Uhr keine Antwort erhalten habe (3 Werktage nach Zustellung), schrieb ich den Kundendienst erneut an. Ich habe bis heute auch darauf keine Antwort mehr erhalten. Stattdessen kommentarlos am 8.1.2019 um 11:16 eine Erstattung/Rückzahlung über PayPal i.H.v. 49,55€ – ich habe insgesamt aber 51,53€ bezahlt, somit ist die Höhe für mich nicht nachvollziehbar.

Ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust mehr, mich um die 1,98€ zu kümmern und werde diese mit den nutzbaren Waschmittelresten “verrechnen”. Der desaströse Eindruck dieser “Shopping-Experience” wird dadurch jedoch nicht besser. Wer als Fulfillment-Dienstleister beim Versand komplett auf Verpackungs/Füllmaterial verzichtet und alles in ein viel zu großen Karton wirft, wird vermutlich Reklamationen und Sachschäden am laufenden Band produzieren, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es sich um einen Einzelfall gehandelt haben soll. Die konsequente Kommunikationsverweigerung tut ihr übriges.

Im kann ich jedem Verantwortlichen eine Bestellung bei DM.de-Drogerie und Migros-Shop.de empfehlen, die meiner Meinung nach die besten Verpackungen und Versandvorkehrungen am Markt treffen. So klebt DM z.B. Duschgel-Flaschen vorsorglich mit Klebeband zu und packt problematische Artikel wie Waschpulver-Beutel in eine Klarsichtfolie um eine Ausrieselung in den Rest des Paketes zu verhindern. Hierzu braucht es natürlich Mitarbeiter, die dementsprechend ausgebildet und motiviert sind, also auch ordentlich bezahlt werden und dadurch davon profitieren, wenn “ihre” Sendungen ohne Schäden ankommen.

LIDL hat das als weiteres Negativbeispiel nicht hinbekommen und ich musste hier vor 2 Jahren eine Sendung ablehnen, bei der bereits das Colorwaschmittel aus dem Paket tropfte: Die kosten- und formatoptimierten Verpackungen für Discounter-Regale eignen sich nicht zum Versand ohne weitere Vorsorgemaßnahmen, ebensowenig wie z.B. Bekuplast Eurokisten. Auch hier war der Hersteller nicht in der Lage, seine eigenen Produkte versandsicher zu verpacken bzw. hat mit GLS einen Dienstleister gewählthttps://www.dm.de/, der “höhere Ansprüche” an die Verpackung stellt. Letztlich sollte 1-2€ Mehrkosten bei bei Versandkartons sämtliche Kosten für Transportschäden egalisieren, zumindest wenn man die Häufigkeit und den Warenwert bedenkt. Hier nochmals der Verweis auf DM, aus deren dreilagigen Kartons man auch Gartenhäuser bauen könnte…

Update 1 (4.1.2019)

Nach Erhalt habe ich die Fotos und einen Link zu diesem Blogpost per Mail an Netto-Online geschickt, parallel auch telefonisch reklamiert. Bis heute, 4.1.2019, 21:55 keinerlei Reaktion. Das passt zu den bisherigen Erfahrungen.

Ursprünglicher Blogpost vom 3.1.2019:

Durch die jüngsten Waschmittel-Testergebnisse der Stiftung Warentest bin ich auf die Netto (“ohne Hund”)-Eigenmarke “Bravil” aufmerksam geworden. Da hier vor Ort kein Netto-Markt in der Nähe ist und EDEKA unter Netto-Online.de einen Versandservice anbietet, habe ich also online bestellt.

Leider war das keine gute Entscheidung, ich kann jedem nur von Netto-Online.de abraten.

Aber der Reihe nach:

Einen Kommentar hinterlassen