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Kein Mitleid mit AirBerlin-Angestellten

Jedem Mitarbeiter von AirBerlin muss seit Jahren klar gewesen sein, dass das Unternehmen nicht ordentlich wirtschaftet. Milliardenverluste, immer neue Vorstände und Restrukturierungsmaßnahmen waren am Jahresende immer eines: Nicht erfolgreich.

Im Gegensatz zu den “Schleckerfrauen”, die meist keine andere Job-Angebote, Erfahrung oder Ausbildung hatten, sind doch die meisten Mitarbeiter von AirBerlin mindestens mit Abitur oder sogar einem Hochschulstudium ausgestattet. Da muss man dann bitteschön auch Verantwortung übernehmen, für sich und die Familie!

Jedes Unternehmen muss in Deutschland und in UK eine Bilanz veröffentlichen – für jeden einsehbar. Börsennotierte Aktiengesellschaften haben darüberhinaus noch weitreichendere Veröffentlichungspflichten, insbesondere ab einer gewissen Größe bzw. Handelssegment:

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Tesla: Geniale Autos, fragwürdiges Investment

Im Zuge des Diesel-Betruges und der sich abzeichnenden kartellartigen Struktur der deutschen Autoindustrie, der gezielten Einflussnahme auf Politik und vice versa, nutze ich aktuell jede Gelegenheit Werbung für Tesla zu machen.

Hierbei geht es mir darum, die immer wieder vorgetragenen Argumente, warum Elektroautos nicht funktionieren, zu entkräften. Die Einwürfe sind immer gleich strukturiert und fadenscheiniger Natur: Akku explodiert angeblich, hält nicht sehr lange, lädt bei Minusgraden nicht, Laden dauert zu lange, “wenn jeder ein E-Auto hätte, würde das Stromnetz zusammenbrechen” usw. usf.

Das sind einfach Bullshitargumente.

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Social Overkill

In unserer Zeit geniessen viele NGOs einen Status als Heiligtümer, der sogar Mutter Theresa zu übertreffen scheint. Aber unsere Welt verändert sich, was passiert dann?

Konstruieren wir einmal ein abstraktes Beispiel: Ihr habt als Wissenschaftler einen Verdacht, dass ein bestimmter Baustoff starke Gesundheitsschäden verursacht, jedoch könnt ihr mit Brandbriefen an Unternehmen und Politiker keine umgehende Lösung erreichen. Ihr entschliesst euch also dazu, ein NGO zu gründen:

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Helmut Kohl

Helmut Kohl war wohl der einzige Deutsche des letztens Jahrhunderts, der Millionen von Menschen die persönliche Freiheit gebracht und für die wirtschaftliche, politischen und freiheitlichen Rechte aller Europäer eingestanden ist.

Als Teenager kannte ich nur einen Kanzler: Helmut Kohl. Und die üblichen linken Jugendlichen konnten seine Abwahl 1998 nicht mehr erwarten. Dabei wurde aber vergessen, was Helmut Kohl in Verhandlungen mit den Alliierten einerseits, davor und danach aber auch beim Projekt EU geleistet hat.

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Plan für eine eine Karriere in der IT-Welt.

Seit meinem Quereinstieg 1999 hat sich sehr, sehr viel in der Branche getan. Viele Menschen, Technologien und Trends habe ich kommen und gehen sehen, viele auch schlicht verpasst. Weder bin ich Multimillionär noch besitze ich Häuser. Der folgende Plan ist daher absolut nicht neutral oder aus der Sichtweise eines “Gewinners” sondern  aus meiner rückblickenden Sichtweise und dementsprechend stark subjektiv und nicht 1:1 übertragbar, sondern soll meine Erfahrungen und Erkenntnisse beschreiben.

Ich würde es jedenfalls heute so versuchen:

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Der Glasfaser-Inkubator

FTTH-Anschlüsse sind in Deutschland nur in äusserst geringer Zahl vorhanden weil sich ein flächendeckender Ausbau für Privatkunden nicht lohnt: Eine Refinanzierung würde massiv steigende monatliche Umsätze erfordern. Hingegen sind große Wirtschaftszentren für Unternehmenskunden bereits bestens erschlossen bzw mit vergleichsweise geringen Ausbaukosten erschliessbar (Metronetze in Großsstädten etc.) und das Preisniveau für alle beteiligten zumutbar.

Wie könnte man als Telko jetzt trotzdem innovativ sein, ohne die Milliarden für flächendeckendes FTTH aufzubringen oder lahme, subventionierte Vectoring-Konzepte auf Basis von FTTC zu realisieren?

Wer braucht eigentlich hohe symmetrische Bandbreiten und ist nicht in unmittelbarer Versorgungsnähe? Vermutlich KMU und Kleinunternehmen/Startups. Gerade letztere verfügen üblicherweise nicht über die Mittel zur Eigenfinanzierung einer optischen Anbindung, gehen schnell wieder ein oder verlegen ihren Sitz nach z.B. Berlin und werden zu Erfolgsstories, an denen kein deutscher Telko mehr einen Cent verdient – weil die Kohle zu AWS oder Level3 geht.

Hier könnten TK-Unternehmen ein innovatives Finanzierungskonzept anbieten und somit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Startups oder KMU bewerben sich mit der erforderlichen Bandbreite und einem Businessplan bei “Fibre VC/Incubator”. “Fibre VC” beurteilt das Potential und die zu erwartenden Ausbau- und Betriebskosten und, sofern die Zahlen passen, baut das Netz bis zum Unternehmen aus und sponsort die Betriebskosten für 2-5 Jahre. Im Gegenzug gibt es entweder eine Beteiligung am Unternehmen oder eine andere lohnende Zusammenarbeit mit dem Telko. Man baut sich so den Kontakt zu innovativen Startups auf und kann sich bereits früh daran beteiligen, quasi als Unternehmens-Inkubator.

Ein weiterer Effekt: Die Erschliessung eines Kunden auf dem Land bringt zwangsläufig auch Vorteile für die örtliche Versorgung mit sich, d.h. es werden Kapazitäten geschaffen um auch andere Unternehmen und dort lebende Privatkunden mittelfristig schnellere Anschlüsse zu liefern, sei es auch nur FTTC mit Vectoring-VDSL.

Weiterhin bindet man die Unternehnmen auch längerfristig an den Telko, was bei Startups in Ballungszentren nicht möglich ist. Dort herrscht Konkurrenz und somit nur ein geringer Spielraum um Geld für Investitionen in die Hand zu nehmen.

Zusammenfassung:

FTTO (Office) Inkubator/VC:

+ Businesspläne und regionale Startups auf dem Tablett
+ Bindung der Startups an den Telko, d.h. Schaffung von regionalen Gründer-Clustern
+ überschaubares Finanzierungsbudget für Erschliessung ausgesuchter ländlicher Standorte notwendig
+ Stärkung der digitalen, dezentralen Innovationskraft Deutschlands / Gründergeist / Unternehmertums / Leuchtturmprojekte.
+ Ggf. EU/KfW-Subventionen/Kredite für Gründungen einkalkulierbar
+ Co-Nutzung der geschaffenen Infrastruktur für das normale Retail-Geschäft
+ lokale Unternehmen bringen am Unternehmenssitz Gewerbesteuer-Einnahmen die Gemeinden dann in den Ausbau von FTTH re-investieren können.

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Elektromobilität, insbesondere in Städten

Tesla hat mit dem Model S bewiesen, dass man durchaus heute ein 100% elektrisch fahrendes Mittelklasse Auto herstellen und fahren kann, wenngleich die Preise noch immer sehr hoch sind und Tesla hochgradig defizitär arbeitet. Aber der Beweis ist erbracht, dass es beim jetzigen Stand der Technik möglich ist, auch über Kleinserien hinaus. Aber es gibt einige Aspekte, die mich beschäftigen und die ich hier mal aufschreiben möchte:

Wirtschaftlichkeit

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Wirtschaftlichkeit und Web-Entwicklung

Nichts veränderte sich in den letzten Jahre so schnell und radikal wie der Bereich Webentwicklung. Zuerst Perl, dann PHP, dann etwas Ruby, heute JavaScript. Jedem Technologiesprung wurden diverse Gründe nachgesagt und in vielen Fällen war auch relativ schnell erkennbar, dass sich die neuen Tools im Einsatz auszahlen: Schnellere, bessere Entwicklung, optimierte Betriebskosten. Gerade der Hype um Ruby on Rails war auch sehr stark von Entrepreneurship geprägt, also dem Gründergeist ein wirtschaftlich tragbares Unternehmen aus eigenen Kräften aufzubauen, so wie es der “Erfinder” DHH tat.

Der Schritt zu JavaScript im Frontend wurde hingegen mit nicht schlüssigen Begründungen gepusht: Alles asynchron, schnellere Ladezeiten, “eine Sprache für alles”, mehr Traffic mit weniger Hardware erreichbar – alles nicht wirklich messbar oder für die wenigstens Unternehmen relevant, ausser man hat die Größe von Google oder Facebook. Der mit dem Wechsel im Frontend einhergehende Wechsel im Nutzerverhalten in Richtung Mobiltelefone und Tablets inklusive diverse Appstores (“Walled Gardens”) hat die wirtschaftliche Bedeutung des Webs als Plattform aber gleichzeitig sinken lassen:

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