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Post von Roland Beiträge

Tipps zum Einsatz von Jenkins CI

Jenkins CI wird noch immer in vielen größeren Organisationen für alle mögliche Dinge eingesetzt und obwohl das immer wieder sehr oft in Tränen endet, werden Erfahrungen und Ratschläge anderer ignoriert. Damit nicht noch mehr Tränen vergossen werden, schreibe ich das jetzt hier mal für alle auf: Lernt gratis aus den Schmerzen anderer und vermeidet diese Probleme mit der einfachen Lektüre dieses Blogposts! 

Muss es überhaupt Jenkins sein?

Jenkins war das erste Mainstream CI-Tool und ist bis heute mit großem Abstand das populärste Tool im In-House-Einsatz, also on-premise oder der selbst verwalteten Cloud. Es stammt aus der Hochzeit der JEE-Webanwendungen und ist dementsprechend komplex und voller Legacy-Code. Besonders erwähnenswerte No-Gos für den Einsatz in 2019 sind meiner Meinung nach:

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China macht mir Angst.

Ja, richtig gelesen. Mittlerweile sind selbst die billigen Dinger von AliExpress und Co durchaus auf einem Niveau, das man hier von lokalen Herstellern gewohnt ist (die vermutlich beim selben Händler einkaufen und es nur mit Labels und TÜV-Zeichen verschönern).

China macht mir auch deshalb Angst, weil es dort eine Mischung aus Wild-West-Kapitalismus und Partei-Kommunismus gibt, bei der man Regimegegner jahrelang wegsperrt und manche auch umbringt. Es ist eigentlich nicht mit unseren angeblichen hohen moralischen Ansprüchen, den allgemeinen Menschenrechten und unserem Demokratieverständnis vereinbar, was dort abgeht.

Im Gegensatz zum “Ostblock-Sozialismus” nach 1945 gibt es keine klare Abgrenzung, wir spielen das Spiel mit um günstige Produkte einkaufen oder teuer verkaufen zu können und unser Land und unsere Menschen nicht verheizen zu müssen (Umweltschäden, Ausbeutung). Schritt für Schritt übernehmen wir auch Überwachungstechnologien aus China – durch Naivität, Unwissen oder Schwäche.

Während linke und rechte Medien weiterhin gegen das Silicon Valley und seiner oftmals skrupellose Disruptions-Modelle anschreiben, die Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre teilweise mit Füßen treten, so wird bei China relativ wenig berichtet oder verschwiegen, wie abhängig wir bereits sind – es ist ja weit weg!

Was vielleicht auch daran liegt, dass China westliche Investigativreporter des Landes verweist oder deren lokale Mitarbeiter verfolgt. Eine ähnlich rückgratlose Verlogenheit ist man eigentlich nur bei der Partei “Die Linke” gewohnt, welche z.B. den Einmarsch Russlands auf der Krim oder aktuell den venezulanischen Diktator unterstützt – Schuld hätten einzig und alleine die USA und Donald Trump. Aha.

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Model 3 wird ausgeliefert

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Die ersten Model 3-Auslieferungen fanden bereits in den Niederlanden statt, heute soll es in Deutschland losgehen. Erste Nutzer testen ihr neues Fahrzeug bereits auf deutschen Autobahnen, laden mit 117kW an Ionity-CCS2-Schnellladern.

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Transparenz als strategische Waffe

Von der britischen Open Knowledge Foundation inspiriert gibt es in Berlin einen lokalen Verein, der sich seit Jahren gemeinnützig und deutschlandweit um die “Befreiung” allgemeiner Datensätze des Staates und seiner Beteiligungen einsetzt. Vom Betrieb des Transparenzportals “Frag den Staat” über kommunale Open Data-Projekte bis hin zu “Open Corporates”, einem crawling der Handelsregisterbekanntmachungen.

Einer der größten Unterstützer solcher Initiativen ist immer wieder ausgerechnet Google, der wohl eine der größten und lukrativsten Datenbanken der Welt als Betriebsgeheimnis unter Verschluss hält und monopolistisch zumindest den populären Teil des Webs kontrolliert.

Google hat seit über zehn Jahren aktiv sämtliche anderen Knowledge-Silo-Anbieter bekämpft, von Wissenschaftsverlagen (die ihren Hals nicht voll bekommen konnte), über Geodaten-Anbieter und Karten-Anbieter (Wer kennt noch Stadtplandienst?), Nachrichten, Wetter, Börsenkurse etc. – die Strategie dahinter ist klar: Man versucht anderen Anbietern das Wasser abzugraben und den Nutzen der bisher kostenpflichtigen Angebote zu beschränken. In der Folge sinkt die Zahlungsbereitschaft, da viele Nutzer sich mit den “Gratis-Daten” von Google bestens versorgt sehen.

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TTL/RS232-Umsetzer

Fast alle Einplatinencomputer, Embedded-Geräte und viele Router verfügen über (manchmal undokumentierte) Möglichkeiten, per TTL eine Konsole zu erhalten, also Systemzugriff ohne Netzwerkverbindung oder traditionelle Methoden (Tastatur per USB zur Eingabe, Bildschirm per HDMI/VGA zur Ausgabe). Vereinfacht gesagt, findet serielle bidirektionale Kommunikation über zwei Adern + Ground statt. Es fliesst Strom oder nicht, binär 0V oder 5V – oder in der mittlerweile fast schon häufiger auftretenden Low Voltage Form sind es 3.3V.

Nun hat man also an seinem Einplatinencomputer/Arduino/ESP die Kabel angebracht, aber was nun? Kein PC oder MAC kann damit etwas anfangen. Man muss das TTL-Schema also in RS232 umwandeln, angefangen beim Pegel. Bekannt ist hierfür der früher dafür eingesetzte MAX232 Chip. RS232 ist technisch die typische serielle Schnittstelle, die viele von uns noch aus den Jahren vor 2000 kennen. Darüber hat man sein analoges Modem und Peripherie wie z.B. eine Maus angeschlossen.

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Habitat

Vor 2 1/2 Jahren stellte Chef.io ein neues Projekt namens “Habitat” vor und bis vor kurzem sah ich keinen Grund, dieses Projekt einzusetzen. Ich hielt es für überflüssig, da der Markt schon lange entschieden hätte, auf Container zu setzen und dementsprechend die Lösungen gewinnen werden, die sich um die (damaligen) Anführer der Bewegung drehten bzw. von diesen empfohlen oder entwickelt werden.

Also Docker, dazu Swarm. Alternativ Rancher, eventuell CoreOS. Und Kubernetes.

Wie es bisher ausging, ist bekannt: CoreOS und rkt sind tot, ebenso wie Docker Swarm. Der Swarm-Mode dümpelt noch im Docker-EE-Segment herum, ansonsten setzt Gott und die Welt auf Kubernetes.

Doch eine Sache ist bis heute nicht signifikant vorangekommen, nämlich das Bauen von Container-Images. Docker’s Buildkit hat zwar jüngst mal wieder ein paar nette experimentelle Features geliefert, wie z.B. ssh-agent zur Build-Zeit. Doch die grundlegende Dockerfile-Syntax wurde beibehalten und so richtig gute Alternativen gibt es nicht.

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Open-Source-Hardware?

Im Umfeld der seit einigen Jahren omnipräsenten ARM-Devboards wird oftmals von “Open Source”-Hardware gesprochen, weil einerseits Schaltpläne/Board-Layouts und andererseits Software offen gelegt und kostenfrei bereitgestellt wird. Aber natürlich sind viele (fast alle) IC-Bauteile und deren Fertigung weiterhin proprietär und voller Betriebsgeheimnisse. Das fängt beim Prozessor an, geht über die Grafikeinheit, Netzwerk-Interfaces bis zu solchen eigentlich trivialen Dingen wie USB-RS232/TTY-Chips (FTDI).

Selbst wenn man sich von “freier” Hardware komplett verabschiedet und rein wirtschaftlich zumindest multiple Lieferanten für einzelne Bauteile als Grad der “Freiheit” heranzieht, bleibt da wenig Spielraum: Am Ende läuft es auf Prozessoren entweder auf Basis von ARM, MIPS, PowerPC oder Intel “Intellectual Property” hinaus. Hierfür müssen Lizenzen erworben werden bevor man überhaupt ans Design eigener System-on-a-Chip gehen kann. Die Referenzdesigns von ARM selbst sind jedenfalls nicht einfach “zum Produzieren lassen” geeignet.

Das Ökosystem bei ARM sieht ungefähr so aus:

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USB Wifi-Adapter für Kali-Linux (#2)

Heute kam schon wieder Post aus Asien! Nach dem billigen “fenvi” und dem Fake Alfa-Adapter werde ich heute deshalb folgenden Wifi-Adapter testen:

EDUP EP-AC1605 Dual Band 1200Mbps 2.4GHz/ 5.8GHz Wi-Fi dongle USB 3.0 WiFi Adapter

Wie die beiden vorherigen Wifi-Adapter habe ich auch diesen am 22. Januar 2019 bestellt, dieser hier brauchte also am längsten. Ich bezahlte 19,64€ und bekam folgendes:

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Provider Independent IPv4-Netz

In den letzten 25 Jahren wurden IP-Netze von regionalen Internet Registries (RIR) nach Bedarf zugewiesen. In Europa ist das RIPE in Amsterdam seit circa 1992 dafür zuständig, seine Mitglieder (LIR, Local Internet Registries) damit zu versorgen. Nachdem die verfügbaren IPv4-Adressen zur Neige gingen, wurden immer striktere Vergabeordnungen beschlossen. Aktuell gibt es meines Wissens nur noch einmalig ein Assignment (Zuteilung) für zahlende Neumitglieder. Weitere Adressen sind nur noch auf dem Sekundärmarkt (gegen Cash) von anderen Providern oder Nutzern zu erwerben.

Assignments sind üblicherweise dann an ein LIR gebunden, die es für die Dauer eines Vertrages wiederum an ihre Kunden zuweisen. Jeder, der irgendwo eine Website oder Server betreibt und dann umzieht, kennt das Spiel: Neuer Provider bedeutet neue IP-Adressen.

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LED-Heizung?

Heute habe ich eine 13 Watt LED-Lampe der “Marke” TIWIN (2015 bei Amazon bestellt) ausrangiert. Zwar war bin ich mir nicht sicher, ob die Leuchtleistung wirklich nachgelassen hat oder ich es mir nur einbilde, aber das Plastikgehäuse wird nach knapp einstündigem Betrieb über 70° warm.

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Brexit-Dilemma und Berichterstattung

Gleich vorab: Ich halte den Brexit für eine Schwachsinns-Idee, aber die Bürger Großbritanniens haben sich in einer demokratischen Abstimmung dafür ausgesprochen.

In den ersten Tagen nach der Brexit-Abstimmung war diverse emotionale Artikel in deutschen Medien sicherlich angemessen, schliesslich ist die Europäische Union ein monumentales Projekt unserer Zeit zur Friedenssicherung, das bisher relativ gut funktioniert hat. Doch mittlerweile muss man sich schon fragen, was die täglichen Shitposts auf Spiegel Online noch für einen Zweck erfüllen sollen:

Es wird z.B. abfällig über Theresa May geschrieben, man prophezeit den Weltuntergang der Insel und wird nicht Müde, damit alle Briten über einen Kamm zu scheren.

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Junkfood und Service-Hölle am Mittag

Einer der wenigen Nachteile von Remote/Home-Office-Work ist bei mir die Mittagspause: Es gibt hier in der Nähe keine schnellen günstigen Restaurants und mehr als eine Stunde Mittagspause kann und will ich mir meistens auch nicht leisten. Schwingt man selbst den Topf und bereitet sich etwas zu, ist man aber auch schon mindestens 30-45 Minuten beschäftigt ausser man bereitet schon alles am Morgen pfannenfertig zu (Backofen vorheizen und Fertigpizza backen geht auch nicht unter 25 Minuten zzgl. Verzehr).

Mittags zu fasten und Abends selbst zu kochen, scheidet bei mir auch aus, weil ich dann nur schlecht schlafen kann und oft Sodbrennen bekomme.

Bleiben also die Lieferdienste übrig, die sich mittlerweile den Vermittler- und Zustell-Oligopolen ergeben haben:

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Schubkarrenweise Geld – Folge 2

Nach meinem Rant über Unternehmen, die in AWS die Lösung ihrer selbstgemachten Probleme sehen, gibt es nun den zweiten Teil. Er befasst sich mit der öffentlichen IT-Infrastruktur aus Anlass der heutigen Meldung, dass die Bundesrepublik Deutschland rund drei Milliarden Euro pro Jahr für externe IT-Berater ausgibt und alleine 47 Millionen Euro für ein lächerliches Bürgerportal, was dazu auch noch 4 Jahre bis zur Fertigstellung benötigen soll.

Die Gründe, warum unser Staat technisch bankrott ist, sind naheliegend: Einheitstarife benachteiligen begabte und hochqualifizierte Personen der IT-Branche: Sie verdienen ausserhalb weit mehr interessieren sich einen Scheiss für Red-Tape, Stempeluhr und den Verwesungsgeruch eines bürokratischen Monsters.

Die trotzdem dort beschäftigten IT-Entwickler, Admins und Projektleiter sind also auf dem freien Arbeitsmarkt nicht fündig geworden oder verstehen bis heute die Grundlagen der Marktwirtschaft nicht. Sie ordnen sich masochistisch der Bürokratie unter oder schalten während ihrer Arbeitszeit die Birne ab, schliesslich sind sie so gut wie unkündbar.

Die Lösung erscheint simpel:

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Wie bei AWS der Lock-In funktioniert und wie man damit schubkarrenweise Kohle macht.

AWS dominiert den Markt, fokussiert aber überwiegend auf Versager-Kunden, was man wunderbar an der Dokumentation und dem Tooling erkennen kann. Doch der Reihe nach:

1. Köder auslegen

AWS stellt ein neues Feature vor. Aufwändig wird dies auf eigenen Veranstaltungen, in Livestreams, Trainings, “User-Groups” und durch eigene Mitarbeiter auf allen Kanälen beworben. Prägnant und mit bunten Bildern wird das neue “Killerfeature” vorgestellt: Mit 3 Klicks zum fertigen hyperkonvergenten Cluster! Hier 3x Klicken und ausfüllen und UP YOU GO! SERVERLESS HYPERSCALE.

2. Opfer beissen an.

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Energiemessgerät PR10-C aus China

Nach einem 15€ Low-End-Modell von Conrad habe ich mich in Asien umgeschaut. Die Wahl fiel bei AliExpress am 32.12.2018 auf das PR10-C EU16A Energiekostenmessgerät. Mit 40€ für China-Ware relativ hochpreisig, dafür mit beleuchtetem 65k-Farben TFT-Bildschirm.

Anfang dieser Woche kam die Sendung per Post hier an (= 3 Wochen Lieferzeit), Verpackung und Produkt sind einwandfrei und wirken sehr hochwertig.

Insbesondere die Bildschirmbeleuchtung vermisst man bei den hier am Markt erhältlichen Geräten der der 20-30€ Klasse und auch die teuren “Spitzenmodelle” von ELV, Conrad und anderen Verdächtigen liegen weit über 40€. Da sticht natürlich eine 2,4″ TFT-Anzeige für 40€ deutlich heraus.

Bevor ich nun ein paar Photos zeige, möchte ich auf diesem Wege noch die Bundespolizisten der Post-Zollämter grüssen, die schon seit einigen Monaten jede Prüfung und Rechnungsanforderung eingestellt haben. Mehrfach wurden Sendungen über 25€ deklarierter Ware einfach durchgewinkt um sich der Bekämpfung von Rauschgift und internationalem Terrorismus zu widmen (nehme ich mal an). Da ich insbesondere die Einplatinencomputer/Gadget/USB/NVMe-Gehäuse und anderen Elektronik-Kram sowieso beruflich nutze, hätte ich mir die Einfuhrumsatzsteuern aber auch wieder zurückgeholt.

Hier nun Photos:

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GitHub ist mittlerweile digitales Astroturfing

Die auf GitHub populären Frameworks und Sprachen der letzten 5 Jahre sind allesamt von Konzernen gelenkte Entwicklungen, die die Zukunft dieser Konzerne sichern und gegen disruptive Konkurrenten schützen soll.

Waren proprietäre Sprachen und Frameworks schon immer in allen Bereichen der Branchen präsent und verbreitet, so war dies fast immer auf Teilbereiche beschränkt: .Net auf Windows, Java für Enterprise-Anwendungen, Objective C für Macintosh. Dominierende OpenSource-Projekte der 1990er und 00er Jahre wie Perl, PHP, Python und Ruby waren allesamt “wirkliche” OpenSource-Projekte einzelner Menschen und Unternehmen, ohne dass dort zwangsläufig eine absolute Dominanz ersichtlich war. Das lag natürlich auch an der auf (zugegeben sehr große) Teilbereiche der Software-Entwicklung. Wer Entscheidungen von Zend, der “PHP Company” nicht mittragen wollte, hatte ausreichend Alternativen ohne nennenswerte Nachteile.

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Regierung missachtet Pflicht zum Bau von Ladesäulen für Elektroautos

Spiegel Online berichtet darüber, wie Minister Altmaier erneut der Elektromobilität einen Bärendienst erweisen möchte. Man spürt den Kadavergehorsam gegenüber der Auto-Lobby regelrecht, denn weil die allermeisten Autobesitzer keine 50 Kilometer pro Tag fahren,…

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OpenRA: Command & Conquer Red Alert

Seit einigen Jahren gibt es ein OpenSource-Remake des populären C&C Red Alert-Games. Unter OpenRA.net ist das Spiel für alle möglichen Plattformen (Linux, macOS, Windows) gratis zum Download verfügbar. Neben RA wurden auch Dune 2000 und Tiberian Dawn als Mods implementiert und können auf öffentlichen Servern (ohne Registrierung) gegeneinander gespielt werden.

Neben des C&C-Gameplays und liebevoller 90er-Jahre Grafik ist auch der Teamchat genau auf dem Niveau der vergangenen Zeit: Politisch unkorrekt und teilweise auch aggressiv trollt und spielt man, wie in alten Zeiten. Erfahrene Spieler tarnen sich als Newbies, Newbies ruinieren Multiplayer-Matches… lautstarke Trump-Trolle trollen andere lautstarke Trump-Trolle. So wie das Leben eben spielt.

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M-net vor dem Untergang?

Meine wiederholt geäusserte Kritik an M-net, den SWM und der SPD-Oberbürgermeister Münchens, wird immer aktueller. Wohl wegen Missmanagements hat sich bei M-Net ein Fehlbetrag von 100 Millionen € gesammelt und jetzt müssen die kommunalen Gesellschafter (die über ihre kommunalen Stadtwerke indirekt Gesellschafter von M-Net sind) schnell frisches Steuergeld nachschiessen um den Untergang noch abzuwenden oder hinauszuzögern.

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5G wird im “Tagesspiegel” hinterfragt

Mit etwas Genugtuung nehme ich die aktuelle Berichterstattung des Tagesspiegels zum Thema 5G-Ausbau zur Kenntnis. Ich hatte ja schon vor einigen Wochen darüber ge-rant-tet, wie Industrie und Politik hier auf Kosten der Steuerzahler den Ausbau pushen und wie naiv manche Journalisten auf diese Aktivitäten reingefallen sind (am Beispiel Spiegel Online).

Andererseits halte ich es nicht für klug, gesundheitliche Aspekte als Hauptargument/Aufzieher gegen 5G anzuführen. Nicht zuletzt im Bereich Ernährung gab es in den letzten 25 Jahren so viele Meldungen hinsichtlich “nachweisbar gestiegene Krebsrisiken durch X”, aber gleichzeitig auch ein Unverständnis über reale, absolute Risiken einer Erkrankung. Beispielsweise bei Dingen wie Fleischverzehr, Acrylamid oder Alkohol.

Übertriebene Berichterstattung kann durch einfaches in Relation setzen mit anderen Risiken des Lebens unterminiert werden. Über die engsten Beziehungen zwischen Herstellern, Netzbetreibern, “Forschungsvereinen” und Politik wird dann auch nicht mehr gesprochen. So gesehen lädt der Tagesspiegel-Bericht zum klassischen Agenda-Cutting (Link geht zu einem Anbieter von Agenda-Cutting) ein.

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IT-Schland und Hybrid-Access am Beispiel von MPTCP

Access-Provider der westlichen Welt plagen ähnliche wirtschaftlichen Problem beim Thema Breitband: Einerseits sind hohe IP-Access-Bandbreiten erwünscht, andererseits ist der Ausbau teuer und deshalb wirtschaftlich selten darstellbar. Und dann wollen die Leute nicht nur zuhause sondern auch unterwegs hohe Bandbreiten nutzen und Investitionen in die Mobilfunknetze müssen in relativ kurzen Abständen wieder verdient werden, denn sie verlieren rasch an Wert.

Parallel verlegt man aufwendig Lichtwellenleiter (Glasfaser) immer näher zum Kunden (VDSL, Vectoring, FTTC) oder gleich ins Haus/Wohnung (FTTB/FTTH). Trotzdem gibt es in jedem “Vorzeigeland” Regionen, in denen das auf absehbare Zeit nicht passieren wird. Sogar in der Schweiz, in Frankreich und in den Niederlanden.

Schon vor Jahren kam man deshalb auf die Idee, die verfügbaren Zugangswege (also Festnetz und Mobilfunk) zu bündeln und dadurch Kunden in diesen Regionen gesteigerte Bandbreiten anzubieten. Leider ist das nicht so einfach, wenn zwei oder mehr Transportwege sich in vielen Parametern unterscheiden (Latenz, Bandbreite, Nutzungsspitzen, Zuverlässigkeit).

In Deutschland gibt das Unternehmen Viprinet, dass eine proprietäre, closed-source Lösung mit eigener Hardware verkauft und damit seit Jahren auf Unternehmenskunden zielt. Die Telekom hat seit ein paar Jahren eine technisch eher schwache Lösung (auf GRE-Basis) am Start, die – soweit ich mich erinnere – von Huawei entwickelt wurde.

Wohingegen an der katholischen Universität in Löwen (Louvain) in Belgien seit über 10 Jahren an einem offenen Standard und offenen Implementierung gearbeitet wird. Der führende Entwickler ist seit Jahren bei Apple tätig und hat dort das von ihm mitentwickelte MPTCP (multipath TCP) in iOS implementiert. Siri als Anwendung setzt beispielsweise seit iOS 7 darauf um dynamisch WiFi und 4G zu bündeln.

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