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Post von Roland Beiträge

Social Overkill

In unserer Zeit geniessen viele NGOs einen Status als Heiligtümer, der sogar Mutter Theresa zu übertreffen scheint. Aber unsere Welt verändert sich, was passiert dann?

Konstruieren wir einmal ein abstraktes Beispiel: Ihr habt als Wissenschaftler einen Verdacht, dass ein bestimmter Baustoff starke Gesundheitsschäden verursacht, jedoch könnt ihr mit Brandbriefen an Unternehmen und Politiker keine umgehende Lösung erreichen. Ihr entschliesst euch also dazu, ein NGO zu gründen:

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Helmut Kohl

Helmut Kohl war wohl der einzige Deutsche des letztens Jahrhunderts, der Millionen von Menschen die persönliche Freiheit gebracht und für die wirtschaftliche, politischen und freiheitlichen Rechte aller Europäer eingestanden ist.

Als Teenager kannte ich nur einen Kanzler: Helmut Kohl. Und die üblichen linken Jugendlichen konnten seine Abwahl 1998 nicht mehr erwarten. Dabei wurde aber vergessen, was Helmut Kohl in Verhandlungen mit den Alliierten einerseits, davor und danach aber auch beim Projekt EU geleistet hat.

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Plan für eine eine Karriere in der IT-Welt.

Seit meinem Quereinstieg 1999 hat sich sehr, sehr viel in der Branche getan. Viele Menschen, Technologien und Trends habe ich kommen und gehen sehen, viele auch schlicht verpasst. Weder bin ich Multimillionär noch besitze ich Häuser. Der folgende Plan ist daher absolut nicht neutral oder aus der Sichtweise eines „Gewinners“ sondern  aus meiner rückblickenden Sichtweise und dementsprechend stark subjektiv und nicht 1:1 übertragbar, sondern soll meine Erfahrungen und Erkenntnisse beschreiben.

Ich würde es jedenfalls heute so versuchen:

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Elektromobilität, insbesondere in Städten

Tesla hat mit dem Model S bewiesen, dass man durchaus heute ein 100% elektrisch fahrendes Mittelklasse Auto herstellen und fahren kann, wenngleich die Preise noch immer sehr hoch sind und Tesla hochgradig defizitär arbeitet. Aber der Beweis ist erbracht, dass es beim jetzigen Stand der Technik möglich ist, auch über Kleinserien hinaus. Aber es gibt einige Aspekte, die mich beschäftigen und die ich hier mal aufschreiben möchte:

Wirtschaftlichkeit

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Wirtschaftlichkeit und Web-Entwicklung

Nichts veränderte sich in den letzten Jahre so schnell und radikal wie der Bereich Webentwicklung. Zuerst Perl, dann PHP, dann etwas Ruby, heute JavaScript. Jedem Technologiesprung wurden diverse Gründe nachgesagt und in vielen Fällen war auch relativ schnell erkennbar, dass sich die neuen Tools im Einsatz auszahlen: Schnellere, bessere Entwicklung, optimierte Betriebskosten. Gerade der Hype um Ruby on Rails war auch sehr stark von Entrepreneurship geprägt, also dem Gründergeist ein wirtschaftlich tragbares Unternehmen aus eigenen Kräften aufzubauen, so wie es der „Erfinder“ DHH tat.

Der Schritt zu JavaScript im Frontend wurde hingegen mit nicht schlüssigen Begründungen gepusht: Alles asynchron, schnellere Ladezeiten, „eine Sprache für alles“, mehr Traffic mit weniger Hardware erreichbar – alles nicht wirklich messbar oder für die wenigstens Unternehmen relevant, ausser man hat die Größe von Google oder Facebook. Der mit dem Wechsel im Frontend einhergehende Wechsel im Nutzerverhalten in Richtung Mobiltelefone und Tablets inklusive diverse Appstores („Walled Gardens“) hat die wirtschaftliche Bedeutung des Webs als Plattform aber gleichzeitig sinken lassen:

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Populismus und wie man davon profitieren kann.

Die Populisten und Menschenfänger treffen in allen Ländern auf willige Wähler, auf gekränkte Loser, die sich an „denen da oben“ rächen und „das ganze wieder in die eigene Hand“ nehmen wollen. Am Ende stehen Anschläge auf Wenigerprivilegierte und die Infragestellung von grundgesetzlich garantierten Menschenrechten.

Trumps Wahl sehe ich etwas differenzierter als die Wahlsiege der Nationalisten in vielen europäischen Ländern. Donald J. Trump ist hochflexibel, was in der Wirtschaft und generell kompetitiven Bereichen als ein Feature gesehen wird, ist im idealistischen Bereich (ob links oder rechts) eine große Schwäche. Trump hat jedenfalls das Menschenfänger-Muster erfolgreich durchgezogen und auf der anderen Seite waren Sanders und später auch Clinton oftmals auch nicht bereit, ansprechende Argumente für eine Versachlichung zu bringen — jedenfalls wurden diese nicht angenommen. So wurde im Wahlkampf dann aus der egomanischen Rampensau Donald J. Trump ein „steuerhinterziehender Nazi“…

Hier nun ein Beispiel, wie man wirtschaftlich davon profitieren konnte:

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Immobiliengewinne sind sicher!

Um einen wirtschaftlichen Vorteil zu erlangen, muss man einen „Edge“ realisieren, also einen Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. Der Edge kann z.B. ein günstigerer Wareneinkauf, höherer Verkaufspreis, höhere Auslastung oder reduzierte Kosten sein (ggü. der Konkurrenz).

In seltenen Marktphasen, die ich gerne als Anomalie bezeichne, ist dies für eine kurze Zeit auch ohne oben genannte Aspekte möglich: Man hat ein neues Produkt geschaffen, für das es keine Konkurrenz aber eine hohe Nachfrage gibt, oder man stellt Güter her, die durch Sondersituationen extrem nachgefragt und teuer geworden sind. Oder es gibt einen (rational-irrationalen) Boom, der kurzfristig alle Teilnehmer profitieren lässt (Bubble).

Wir sehen aber nun schon seit Jahren eine negative Zinsentwicklung in Europa, mit der die EZB und die Politik versucht, risikoarme Geldanlagen möglichst zu entwerten und die Inflation indirekt anzukurbeln: Eine steigende Inflation bedeutet auch, dass Zinszahlungen für die nach 2009 gestiegenen staatlichen Verbindlichkeiten (Griechenland, Italien, Spanien, Irland, …) im Endeffekt nicht mehr so gravierend sind und „einfacher“ bedient werden können.

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Monstermaschine

Meinen ersten Rechner habe ich 1997 geschraubt — meinen bisher letzten in 2006. Die Umstellung von Linux auf OSX und Apple-Hardware in 2006 und die Umstellung auf Dedicated- bzw. Cloud-Hosting haben es lange Jahre nicht erfordert, selbst Hand an Hardware anzulegen.

Doch weil  Apple seit Jahren keine ordentliche Arbeitshardware mehr im Angebot hat — Mac Pro ist ein teurer Witz, Retina Macbook Pros seit fast 3 Jahren ohne grundlegende Aktualisierung — trug ich schon einige ganze Weile den Wunsch in mir, hier mal etwas ordentliches zu bauen.

Im Idealfall wäre ein Hackintosh herausgekommen, aber eigentlich möchte ich auf ein mobiles Apple-Notebook nicht verzichten und hoffe auf baldige Vorstellung aktualisierter Nachfolger. Viele meiner beruflichen Tätigkeiten bestehen heutzutage aus DevOps-Tätigkeiten, erfordern virtuelle Maschinen oder Docker. Und genau hier gibt es die größten Performance-Problem auf dem Mac, weil selbst VMWare Fusion eine miserable IO-Performance hat, vom knappen RAM (16GB) in den Geräten mal abgesehen.

Per SSH auf einem Linux-Zweitsystem zu arbeiten oder mittels test-kitchen und docker-machine auf eine Build-Machine auszulagern, sind hierbei kein Problem (Gigabit-Ethernet, SSD…). Ein Auslagern in die Cloud oder auf dedizierte Systeme sind wegen der asymmetrischen Bandbreiten in Deutschland keine Option: Selbst mit 12 Mbit/s dauern 2-3 GB Upload viel zu lange für einen Testlauf, den man pro Stunde ein paar Mal ausführen möchte, weiterhin hätten es meine Kunden sicher nicht gerne, würde ich privaten Sourcecode bzw die notwendige Build-Umgebungen auf irgend einem Lowcost-Hosting-System hosten, welches 24/7 von aussen erreichbar wäre und mich auch locker 120-150€ im Monat gekostet hätte.

Und so ging ich auf die Suche nach dem passenden System und wurde bei LGA-2011-3-XEON-Mainboards fündig.

Aktuell schaut das System so aus:

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Der Cloud-Kampf ist verloren.

Der Untergang der deutschen Hosting-Industrie wurde nun besiegelt: Der französische Anbieter OVH hat in Partnerschaft mit einem der erfolgreichsten Private-Equity-Unternehmen der Welt, KKR, eine Bewertung von über einer Milliarde Euro erreicht und 250 Millionen Euro zur weiteren Expansion erhalten.

Das Unternehmen wird nun 10 weitere Rechenzentren bauen, unter anderem in Polen, Deutschland, USA und Asien. Denn nur somit kann die Grundlage für globale Services geschaffen werden, wie sie Amazon AWS oder Googles Cloudplattform bieten.

Details hierzu beim Gründer und Chef von OVH auf Twitter:

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Professionelles 4G in Deutschland

In den Blogposts über den Glasfaser-Netzausbau und Internet im ICE habe ich bereits einiges zur miserablen Breitbandsituation in Deutschland geschrieben, was aber mit Menschen, die beruflich auf schnelle mobile Datenverbindungen angewiesen sind?

In Deutschland gibt es drei Netzbetreiber: Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica – alle mit diversen Whitelabel-, Reseller und MVNO (Virtuelle Netzwerkbetreiber) mit unterschiedlichen Ausbaustufen, Frequenzbändern und Preisgestaltungen.

Als Einsatzzweck definieren wir mal folgende Anforderungen:

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Deutsche Steuerbürokratie

Als Selbständiger wie auch als GmbH-Geschäftsführer bin ich regelmäßig mit teilweise unfassbar dämlichen Regelungen unseres Steuerrechtes beschäftigt.

Ich bin selbstverständlich dafür, dass möglichst alle Steuerpflichtigen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Kasse gebeten werden, um damit unseren Staat inkl. des Sozialsystems zu finanzieren (über die Mittelverwendung schreibe ich hier mal nichts).

Trotzdem ist das Kriterium der Steuerehrlichkeit primär von den beschränkten eigenen Möglichkeiten abhängig: Angestellte, Selbständige oder kleine Unternehmen haben nur wenig Möglichkeiten sich der Steuerpflicht zu entziehen, zumindest ohne „unsinnige“ Ausgaben wie Firmenfahrzeuge oder Schwarzarbeit (utopisch im professionellen Umfeld) etc..

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Warum Ihr kein Glasfaser habt und auch keines bekommen werdet.

Triggerwarnung: Advocatus Diaboli

Die Versorgung mit Breitband-Internet in Deutschland ist ein Elend, in diversen Rankings liegt unser Land weit hinten, insbesondere wenn man die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Reichtum unseres Landes einbezieht. In der Öffentlichkeit ist die Schuld klar: Die Telekom.

Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, weswegen ich versuchen werde, das ganze hier mal etwas ausführlicher zu Beschreiben:

Geografische Situation und Agglomeration in Deutschland

  1. Circa 50% der Einwohner leben in einem von 22 Ballungsräumen/Metropolregionen.
  2. Bevölkerungsdichte Deutschlands: Statistisches_Bundesamt_Deutschland_-_Interaktive_Karten_-_AI002-1
  3. Verfügbares Einkommen: Statistisches_Bundesamt_Deutschland_-_Interaktive_Karten_-_AI016-1

Wir sehen, dass sowohl Bevölkerungsdichte als auch das verfügbare Einkommen pro Person unregelmäßig verteilt ist. Das ist bei einem Flächenland wie Deutschland insbesondere mit der Geschichte der deutschen Teilung und des DDR-Unrechtsregimes nicht verwunderlich.

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Deutsche Bahn in der WLAN-Falle

Viele Kunden wünschen sich in Fern- und Nahverkehrsmitteln nutzbares und kostenfreies WiFi (in Deutschland als WLAN bezeichnet), also vereinfacht „gratis Internet“.

Auch ich würde mich sehr darüber freuen und habe mich jahrelang über das schlechte Telekom-Angebot in den DB ICEs geärgert, obwohl ich zeitweise die damals noch kostenpflichtigen Telekom-Hotspots über einen Business-Account nutzen konnte und auch heute noch ab und an 1. Klasse fahre und deshalb bereits jetzt schon kostenfreien Zugang hätte.

Hätte. Denn das WiFi funktioniert oft nicht. Weil der Service im Zug geboten wird, konzentrieren sich die Beschwerden zuerst bei den Zugbegleitern und später beim DB-Support zB auf Twitter. Erst später wird an die Telekom als Betreiberin verwiesen.

Das blieb der Öffentlichkeit nicht unbemerkt, die Bahn in Form von Bahnchef Grube hat unter Druck des CSU-Verkehrsministers Dobrindt ein flächendeckendes, funktionierendes Angebot in 1. und 2. Klasse des ICE-Fernverkehrs bis zum Jahresende 2016 angekündigt.

Nachdem also klar war, dass die Telekom kein funktionierendes System liefern konnte, wurde eine Multi-Providerlösung ausgeschrieben, die sämtliche Mobilfunkanbieter unterstützen soll und damit die Zuverlässigkeit und die Bandbreite sicherstellen soll.

Das wird aber leider nicht funktionieren.

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Ein Jahr später…

Mancher wird sich fragen, warum dieses Blog so lange nicht mehr aktualisiert wurde und warum auch meine anderen Websites seit Jahren keinen refresh gesehen haben. Der Grund ist einfach: Ich habe einfach zu viel zu tun und konzentriere mich auf Dinge, die mir Spass machen und Geld bringen 🙂

Unter der Haube läuft technisch mein vollautomatisiertes DevOps-Setup auf Basis von chef.io und sorgt für Systemaktualisierungen und führt Änderungen kontrolliert aus. Teile davon habe ich bereits 2010 aufgesetzt, sie funktionieren bis heute…

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Podcasting muss sterben, damit Podcasting leben kann!

Podcast ist in den USA im Mainstream angekommen. Lange schon sind Tech-Podcasts in ihren Nischen relevant, doch mit NPRs „This American Life“ gehört schon seit Jahren das reichweitenstärkste Format der „non-tech“-Bereich zur Benchmark. Das Team davon hat über die letzten 15 Jahre das Format ausgebaut, neue Formate gestartet und die Monetarisierung verbessert. Jetzt sind sie in der Lage, auch aufwendige Projekte, wie z.B. „Serial“-Podcast vorzufinanzieren und nachhaltig ihre Truppe zu bezahlen.

In Deutschland herrscht bei allen bekannten Podcastern jedoch eine antikapitalistische Einstellung. Es sind Leute, die es sich leisten können, weil sie einen Job haben, der das Hobby bezahlt (z.B. im Staatsdienst) oder eine Ehefrau haben, die im Staatsdienst gut verdient.

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Founders Talk

Ich möchte an dieser Stelle auf drei interessante Videos von Gregg Pollack hinweisen. Gregg ist Gründer von CodeSchool und hat davor ein SW-Entwicklungsunternehmen namens Envylabs…

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Premature Commoditization?

In der Software-Entwicklung bezeichnet man mit dem Ausdruck „premature optimization“ die verfrühte Optimierung einer Anwendung. Dies führt üblicherweise zur Auflösung von Abstraktionsschichten, d.h. zu einer geringeren Lesbarkeit, höheren Komplexität und zu einer geringeren Flexibilität der Software: Ich kann zukünftige Änderungen nicht mehr zentral durchführen, sondern muss mühsam jede Stelle suchen und anpassen.

Sieht man das ganze abstrakt, dann sind auch geläufige Vorurteile/Binsenweisheiten in unserem Lebensalltag eine gewisse Form von „Optimierung“, nämlich der schnellen Entscheidungsfindung und der Vereinfachung von komplexen Zusammenhängen. Dies war in Urzeiten sicher notwendig, um in Krisensituationen (Angriff von Tieren oder Feinden) schnell einschätzen und reagieren zu können, also im besten Falle um zu Überleben.

Auch in der BWL möchte man ein Geschäftsmodell so schnell wie möglich skalieren, also durch Automatisierung und Rationalisierung die Kosten senken (= Rendite steigern), die Umsätze steigern und gegenüber den (potentiellen) Gegner besser aufgestellt sein.

Dies setzt aber einen einfachen Produktzyklus voraus, d.h. nach der initialen Forschungs- und Entwicklungsphase und den Übergang in eine Serienproduktion, werden nur noch wenige Weiterentwicklungskapazitäten notwendig sein: Das Produkt ist fertig, spätestens mit der Auslieferung.

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Hosting 2014

Gestern habe ich meine letzten Services von Hetzner abgezogen und zu DigitalOcean migriert. Hetzner bietet zwar noch immer recht viel Hardware für den Preis, ist aber bei Features wie Networking, API und Sicherheit meilenweit hinter der internationalen Konkurrenz und ich kann auch nicht erkennen, dass sich Hetzner dem bewusst ist.

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Fluch und Segen

Über Software-Entwicklung und Menschen.

1994 bekam ich meinen ersten PC, seit Ende 1999 bin ich u.a. als Software-Engineer in der IT-Branche unterwegs, seit 2005 als Freiberufler. Ich habe sehr viele unterschiedliche Unternehmen gesehen, einige US-Konzerne von innen gesehen (Amazon, Yahoo), einige Konzerne aus Deutschland (Allianz, 1&1, SAP) und ein paar kleinere Unternehmen (Verlage, ISPs, Autovermieter, E-Commerce).

Die Art und Weise wie entwickelt wird, wie Technologien eingesetzt und mit Menschen umgegangen wird, unterscheidet sich sehr. Natürlich dominiert in großen deutschen Konzernen eine sehr behördenähnliche Struktur, aber diese habe ich auch schon bei kleineren Unternehmen gesehen.

Was mir aber bis heute am meisten Kopfzerbrechen verursacht, sind die Umstände, die Projekte und Produkte scheitern haben lassen.

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Hackathons sind oftmals Zeitverschwendung

Was früher als Hack Day bezeichnet wurde, macht sich nun als Tech-Relations-Event zunehmend auch in Deutschland breit. Und was früher oftmals der gemeinsamen Verbesserung von freier Software oder zum Entwickeln freier Anwendungen im Umfeld von gemeinnützigen Einrichtungen oder OpenData gedacht war, wird zum Show-Event für Konzerne und Tech-Buden.

Welche Motivationen gibt es, solch einen Event zu veranstalten?

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Warum Tests so wichtig sind am Beispiel vom Communityprojekten

Einleitung:

Wer etwas bauen möchte, braucht dafür Ressourcen. In der Mainstream-IT ist die teuerste Ressource die Zeit von fähigen Entwicklern. Diese Zeit ist nicht beliebig beschaffbar, skaliert also nicht. Und sie kostet eine Menge Geld.

OpenSource und Community-Projekte haben meistens kein Geld, leben also von Zeitspenden der Entwickler. Die Motivationen hierfür sind unterschiedlich: Langeweile, interessante Themen, Interesse an einer neuen Technologie oder schlicht das Bedürfnis nach sozialem Engagement um etwas „zurückzugeben“.

Das Problem ist:

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Amazon wird REWE schlachten…

Der REWE-Chef Caparros scheint endlich die Probleme zu bemerken, die sein Unternehmen in Zukunft haben wird. Zwar hat er sich neulich noch seiner E-Mails beklauen lassen — die wurden dann auf verschiedenen News-Seiten geleaked, nicht gerade ein Zeichen von professionellem Umgang auf Konzernebene — aber dafür hat er jetzt, das Sillicon Valley in klein nachgebaut…

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Bombergate

Wie manche vielleicht mitbekommen haben, gab es im Umfeld der Piratenpartei mal wieder ein neues Gate. Vermutlich eine Berliner Piratenpartei-Aktivistin hat sich „Oben Ohne“ mit dem Spruch „Thanks Bomber Harris“ in Dresden fotografieren lassen. Hierbei trug sie einerseits typische Femen-Zeichen, andererseits hatte sie ihr Gesicht vermummt.

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Schweiz

Nun muss ich zu der Entscheidung der Schweizer doch etwas schreiben. Ich kann zwar einerseits die Unverständnis in Europa und auch besonders bei uns in Deutschland nachvollziehen, schliesslich ist die Schweiz Teil des Schengen-Raums und hat auch diverse andere nützlichen Abkommen mit der EU geschlossen.

Andererseits missfällt mir der Tonfall insbesondere aus Deutschland: Er ist indiskutabel und verschlimmert die Situation noch weiter:

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Über das Ziel hinaus…

Wahrscheinlich gibt es einen passenden Ausdruck für dieses Verhaltensmuster: Jedenfalls macht mir dieses Muster Angst und das Verständnis hiervon könnte uns und den betreffenden Leuten viel Frust, Ärger und Trauer ersparen.

Und zwar geht es um typische Revoluzzer: Leute, die sich in Dinge stürzen und sich mit allem anlegen, was ihnen in die Quere kommt — für die vermeintlich gute Sache. Oftmals haben sie durchaus in der Sache recht und nur durch ihre Beharrlichkeit und Selbstaufopferung ist am Ende eine Veränderung möglich bzw. möglich geworden.

Doch diese Leute können dann oft nicht mehr aufhören.

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Anregungen für den Migros-Shop.de

Wer auf typisch schweizerische Produkte nicht verzichten mag, hat es in Deutschland ziemlich schwer: Nach dem Rückzug der Migros-Geschäfte aus Baden-Württemberg bleibt meines Wissens nur noch der Migros Online-Shop übrig. Regelmäßig bestelle ich dort Schümli-Kaffee, Schokostengeli, NusstengeliRösti, Nudeln oder den besten Fertig-Kartoffelbrei (meint auch die Stiftung Warentest).

Der Online-Shop ist ziemlich rudimentär, insbesondere habe ich folgende Anregungen:

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Die Eigenverantwortung von Angestellten

Im Zusammenhang mit Weltbild muss ich nochmals etwas schreiben:

Als Angestellter ist man meiner Meinung nach grundsätzlich in der Pflicht, sich über den eigenen Arbeitgeber zu informieren. Wie hoch sind die Umsätze? Wie hoch der Unternehmensgewinn? Wie ist der Ausblick? Was macht die Konkurrenz?

Je nach Unternehmensgröße müssen jährlich unterschiedlich umfangreiche Unternehmensinformationen auf bundesanzeiger.de veröffentlicht werden. Jeder kann bspw. Bilanzen einsehen. Jeder Mitarbeiter ist doch verdammt noch mal in der Pflicht, dies zu tun und mit den eigenen Beobachtungen im Betrieb zu vergleichen!

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Weltbild & Hugendubel

Viele haben es kommen sehen, auch ich: Weltbild hat Insolvenz angemeldet. Doch noch immer leugnen viele Mitarbeiter, Gewerkschaften und Partner das eigentliche Problem:

Ausnahmsweise trifft die Katholische Kirche keine unmittelbare Schuld an der Weltbild-Insolvenz. Natürlich haben sie jahrelang massive Fehler begangen und dafür jetzt die Quittung bekommen: Die Skandale um fragwürdige Bücher und Medien im Weltbild-Sortiment zeigt aber auch eindrucksvoll, dass Weltbild marktwirtschaftlich geführt wurde und nicht auf wirtschaftlich nachteilige „moralische“ Einschränkungen Rücksicht genommen hat.

Wenn also sämtliche Ramschbuchhandlungen, wie eben Weltbild, mit „50 Shades of Grey“ viel Geld verdient haben, so ist zumindest eine Einflussnahme der Kirche nicht der primäre Grund für das Scheitern dieses Unternehmens.

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Inkompetenz-Minister Markus Söder

Klappern gehört zum Handwerk, insbesondere wenn man als Politiker auf die Sympathie des Wahlvolkes angewiesen ist und sich zudem auch innerparteilich in einer Nachfolge-Konkurrenz befindet. Konkurrentin Ilse Aigner musste sich von Seehofer abwatschen lassen und so wollte Markus Söder die Gelegenheit unbedingt nutzen, durch eine Aktion in die Medien zu kommen und das negative Momentum von Ilse Aigner auszunutzen.

Leider hat er dies mit einer vollkommen unüberlegten Aktion geschafft, nämlich der Aussage, in Bayern Online-Wahlen einführen zu wollen. Als Begründung zog er ausgerechnet Online-Banking heran, ein seit Jahren unter regelmäßigen Angriffen stehendes Verfahren, dass mit einer demokratischen Wahl auch nichts gemein hat (Geheime Wahl/Anonymität, vgl GG 38).

Und um sich vollends zu blamieren, war er sich auch nicht zu schade uns mitzuteilen, dass Bayern Chefprogrammierer für die digitale Verwaltung in Deutschland werden“ soll.

Ernsthaft, was soll der Scheiß?

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RIP Weltbild

Nun hat also Weltbild einen Insolvenzantrag gestellt, weil die Kirche als großer Gesellschafter kein weiteres Geld investieren bzw. Sanierungsrisiken übernehmen wollte.

Während die Insolvenz vermutlich unmittelbar nur Weltbild selbst betrifft, so steht es für mich ausser Frage, dass durch da DBH Joint-Venture zwischen Hugendubel und Weltbild auch bei Hugendubel zu massiven Verwerfungen führen wird und vermutlich auch zu einer baldigen Existenzbedrohung:

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Browser Wars Reloaded

Wahrscheinlich können sich nur noch wenige an die wilden 90er des Webs erinnern, als Microsoft mit allen Mitteln — und letztendlich auch erfolgreich — versuchte, Netscape vom Markt zu verdrängen: Einerseits wurde auf Betriebssystemebene gekämpft und mehr oder weniger aktiv versucht, den Konkurrenten zu behindern. Andererseits wurde mit diversen proprietären Features versucht, Anwender an die eigene Lösung zu binden. Noch heute gibt es deshalb Unternehmen, die für schrottige ERP-Software noch immer IE6 benötigen…

Doch gewissermaßen ist es heute nicht viel anders, nur sind die Mitspieler und die Mittel andere:

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Politisches Theater

Nach den langen Koalitionsverhandlungen könnte man meinen, die politische Theaterphase sei beendet und es würde sich wieder auf politischen Themen konzentriert. Mein Eindruck ist leider gegenteilig, was ich an folgenden Beispielen aufzeigen möchte:

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Marktversagen

In Hamburg wurden die so genannten Esso-Häuser wegen Einsturzgefahr kurz vor Weihnachten zwangsevakuiert. Die Mieter, die schon seit Jahren massiv unter der ruinösen Substanz leiden, müssen nun die Weihnachtstage in Hotels verbringen und sich eine neue Wohnung suchen. Die Gebäude dürfen nicht mehr betreten werden.

Das ist ein Skandal und zwar auf mehreren Ebenen:

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