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Post von Roland Beiträge

Software-Entwicklung: Warum dauert das so lange?

Als IT-Freiberufler habe ich nun schon mehrere Dutzend Organisationen “von innen” sehen und erleben können und stoße dabei immer wieder auf die gleichen Probleme.

Meine Kunden beauftragen mich meist in Krisen-Situationen, also wenn bereits sehr viel Zeit und Ressourcen investiert wurden, “trotz dessen aber das erwartete Ergebnis  nicht eintrat. Die häufigsten Gründe sind:

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Like a Pro

  (einer der populärsten und billigsten US-Webhosting-Unternehmen, aber leider ziemlich unfähig in vielen Belangen und zu knausrig mich zu beauftragen 😉

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THE MANUAL

Oft komme ich nicht dazu, Mainstream-Musik anzuhören. Privat vermeide ich den nicht-selektiven Medienkonsum, konzentriere mich auf Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und Phoenix. Trotzdem mag ich elektronische Musik sehr und konsumiere online.

Zufällig bin ich auf einen Chart-Erfolg gestossen: Klangkarussell — Sonnentanz:

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Open Source ist mehr als nur Gratis-Software — Doch LiMux ist es bisher nicht.

Großer Jubel brach vor einigen Jahren herein, als sich einige deutsche Kommunen, insbesondere die Landeshauptstadt München, für einen Wechsel von Microsoft Windows zu einer Linux-Umgebung entschieden:

Endlich frei von einem closed-source Monopol, unabhängig von neuen, kostenpflichtigen Versionen und proprietären Formaten!

Doch rückblickend ist das Fazit aus meiner Sicht ernüchternd: Natürlich ist es toll, dass eine Stadt sich überhaupt wagt, aus einer extern gelenkten Monokultur auszusteigen. Insgesamt ist die Entwicklung nur halbherzig gewesen:

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Probleme und Chancen der Podcasting-Szene in Deutschland

Podcasting ist wohl so populär wie noch nie, jeder und seine beste Freundin starten ein Podcasting-Format und hoffen insgeheim auf Popularität und vielleicht auch auf Anerkennung ähnlich der ungeschriebenen Könige des deutschen Podcasts Tim, Holgi, Bitsundso, Fanboys, Hoaxilla, Omega-Tau oder internationaler Größen wie 5by5, TWiT und co.

Podcasting im ICE-T

Diese Podcasts sind super erfolgreich, alle seit Jahren in regelmäßiger Wiederkehr in iTunes und anderen Plattformen gefeatured. Bis auf Bitsundso hat aber keines dieser Podcasts ein Geschäftsmodell, sie werden mehr oder weniger vollständig als Hobby betrieben. Geschenke und Flattr-Klicks sind dort natürlich gerne gesehen, aber es gibt keine “feste Höhe” oder sonstige kalkulatorische Form.

Für ein Hobby ist das vollkommen in Ordnung.

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SaaS ist kein Schlaraffenland für Entwickler

Zumindest meiner Erfahrung nach sind die meisten Projekte und Probleme im Leben als Software-Entwickler nicht primär technischer Natur, sondern haben meist eine sehr viel größere “menschliche” Komponente: Entscheider auf höchster Ebene, die keine Technologiefolgeabschätzung betreiben, Entwicklungsabteilungsleiter die ihren Sitz wärmen und ansonsten Diktator spielen oder Kollegen die latent intellektuell überlastet oder unterfordert erscheinen und auf dumme Gedanken kommen…

Daraus entstehen Probleme, welche ich als Freelancer dann wieder lösen darf.

Als Entwickler hat man wenige Karrieremöglichkeiten um dies langfristig zu ändern: Entweder man gibt die Entwicklungstätigkeit auf, wechselt ins Projektmanagement, die Planungsabteilung oder wählt eine selbstbestimmte berufliche Zukunft, beispielsweise als freiberuflicher Berater (same crap, different payment).

In allen Fällen sind die Ressourcen beschränkt: Mehr als 40-50 Wochenstunden kann man auf Dauer nicht leisten, ohne dass die Produktivität und Qualität massiv einbricht. Als Angestellter sollte man dies auch einhalten, denn Überstunden werden nur selten bezahlt oder ausgeglichen. Auch als Freiberufler muss man sich beschränken, schliesslich bedeutet Krankheit den vollständigen Einnahmeausfall. Was liegt also näher, die Natur der IT-Sache auch auf das eigene Geschäftsmodell zu übertragen und statt Arbeitszeit ein Produkt zu verkaufen.

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23 Jahre Wiedervereinigung und gesellschaftliche Verantwortung

Aus aktuellem Anlass ein Beitrag über die deutsche Wiedervereinigung:

Auch heute stellt sich wieder die Frage, ob Ost- und Westdeutschland zusammengewachsen sind oder ob noch immer eine Trennung in den Köpfen oder im Alltag existiert. Ich möchte hier nur einen Aspekt hervorheben, der mir besonders wichtig ist: Die Landflucht.

Bilder von leerstehenden Plattenbauvierteln in Ostdeutschland sind jedem von uns im Gedächtnis, aber auch sehr viele Dörfer sterben aus, haben heute weniger als die Hälfte der Einwohner von 1990. Mangels Nachfrage gibt es oftmals keine regionale Versorgung mehr, Bürger müssen 30-50 Kilometer zum nächsten Krankenhaus fahren. Schulen wurden geschlossen und an einen Supermarkt im Umkreis von zehn Kilometern ist auch nicht mehr zu denken. Wirtschaftlich ist die Lage trostlos, es gibt keine Arbeit, die Jugend ist größtenteils weggezogen und noch immer sind die massiven Investitionsrückstände sichtbar. Aber warum soll jemand in ein vergammeltes Dorf investieren, wenn dort fast niemand mehr wohnt?

Bahnhof Bad Köstritz
Bahnhof Bad Köstritz
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Der 100-fache Entwickler

Über die Produktivität von Menschen lässt sich nur schwer schreiben, denn es sind prinzipiell sehr viele Faktoren einzubeziehen und zu bewerten, schliesslich sind wir Menschen und keine Maschinen. Selbst einem Fabrikarbeiter am Fliessband kann man zwar vorrechnen, wie viele Schritte oder Werkstücke er pro Zeiteinheit erledigt, aber das lässt natürlich individuelle Faktoren vollkommen ausser Acht: Neben der körperlichen Konsistenz besteht das Leben eben nicht nur aus Arbeit oder eben aus dieser einen Arbeit: Familie, soziales Engagement in Vereinen oder zwangsweise eine weitere Arbeitsstelle reduzieren die Leistungsfähigkeit.

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Der CCC und die Deutsche Seuche des totalen Perfektionismus

Das Problem des CCC ist exemplarisch für die IT in Deutschland. Der Chaos Computerclub ist seit Jahren bekannt durch seine gut besuchten Jahresabschluss-Veranstaltungen, Camps und anderen Events. Nerds, Möchtegern-Nerds und interessierte, meist junge Leute, besuchen die Veranstaltungen des Vereins in großer Zahl und verbringen eine schöne Zeit miteinander.

apple-berlin

Einzelne Projekte aus dem Dunstkreis des CCC sind durchaus sehr innovativ, anspruchsvoll und nichts anderes als beeindruckend. Einen großen Nutzerkreis ausserhalb der CCC-Filterbubble werden diese Projekte nur selten bekannt.

Ansonsten leidet auch der CCC unter der deutschen Seuche, insbesondere dann, wenn es um IT-Sicherheit geht:

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Über Insourcing, Outsourcing und IT-Dienstleister in öffentlicher Hand

Ein Abgeordneter der Piratenpartei in Berlin, namens Dr. Weiss, stört sich daran, dass  ein Amt der Stadt Berlin einen externen Hosting-Anbieter für eine Datenbank beauftragt hat. Auf Nachfrage bekräftigt er, dass solche Dienste in die Hand des städtischen IT-Dienstleisters IDTZ gehörten.

Simon Weiß (pfadintegral) auf Twitter

Ich widerspreche dieser Aussage.

Eine Einführung mit ein paar Anekdoten aus meinem beruflichen Alltag.

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Entscheidungen treffen.

Gerade im Zusammenhang mit gescheiterten IT-Projekten auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene komme ich immer wieder an den selben Punkt, an dem ich mich aufrege:

Ich kann als Bürger und Wähler nicht erwarten, dass ein Politiker alle mir wichtigen Bereiche als Experte vertreten kann, im Gegenteil: Jeder von uns hat seine speziellen Kenntnisse aus Ausbildung oder Berufserfahrung. Hier sind wir vermutlich ausreichend qualifiziert, Aussagen zu treffen und Entscheidungen zu fällen. Das tun wie täglich bspw. im Beruf.

sitzmuster

Wenn ich also als Bürger, Freiberufler oder Unternehmer eine Entscheidung treffen muss, gehe ich wie folgt vor:

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